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29.01.2015

19:44 Uhr

Musterdepots

Der Dax kann nicht mehr

Georgios Kokologiannis nimmt die Analysten-Prognosen unter die Lupe und stellt fest: Der Dax ist am Ende seiner Kräfte. Doch mithilfe der EZB werden die Kurse wohl weiter steigen. Was das für die Musterdepots bedeutet.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Der Dax hat sein Kurspotenzial bis Ende 2015 schon jetzt vollständig ausgeschöpft. Das gilt zumindest dann, wenn man den Analysten von knapp drei Dutzend bedeutenden Banken Glauben schenken darf: Vor vier Wochen hatten die Strategen  im Rahmen einer Handelsblatt-Umfrage im Schnitt einen Anstieg des deutschen Börsenbarometers auf 10.706 Punkte bis Ende Dezember vorhergesagt.

Dieses Niveau hat der deutsche Leitindex mittlerweile nicht  nur erreicht, sondern zwischenzeitlich sogar deutlich überschritten.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Anleger sagen sich offenbar: Wenn sich die Experten doch so sicher sind, dass die Börse dank der Gelddruckorgien der Notenbanken zur risikolosen Einbahnstraße geworden ist – warum den Index dann nicht gleich auf den für Ende des Jahres vorausgesagten Kursstand hochkaufen? Und wer will es Ihnen verdenken, angesichts des Dauergeredes von der Alternativlosigkeit der Aktie.

Dass die Dax-Konzerne bereits seit 2010 unterm Strich im Schnitt keine nennenswerten Ertragszuwächse mehr erwirtschaften, der Aktienindex sich seitdem inzwischen dennoch fast verdoppelt hat, stört weder die Berufsoptimisten in den Banken - noch die Zocker an der Börse. Natürlich sollten Anleger einen Teil ihres Geldvermögens auch am Aktienmarkt investieren und sich so am Kapitalstock der Wirtschaft beteiligen – aber nicht zu jedem Preis.

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