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06.02.2014

19:24 Uhr

Musterdepots

„Der Euro dürfte spürbar abwerten“

Die europäische Zentralbank bleibt bei ihrer Geldpolitik, und der Euro könnte deutlich abwerten. Davon möchte einer der Handelsblatt-Anleger profitzieren. Auch Einzeltitel sind interessant.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Die Europäische Zentralbank steckte vor ihrer Sitzung am Donnerstag in einer Zwickmühle: Einerseits lag die Euro-Zone Inflation im Januar bei nur 0,7 Prozent, was deutlich unter dem durch die EZB gesetzten Ziel von etwa mindestens ein Prozent für 2014 war. Außerdem ist die Wirtschaftserholung in der Euro-Peripherie zwar zu erkennen, aber alles andere als sicher. Andererseits durfte die EZB ihr (Rest-)Pulver nicht zu leicht verschießen und einige Frühindikatoren fielen in den letzten Tagen positiv aus. Die Entscheidung war den Leitzins bei 0,25 Prozent zu belassen.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Laut Peugeot-Citroen Schätzung sollte der europäische Automobilmarkt 2014 um ein bis zwei Prozent wachsen. Das würde dem angeschlagenen Autobauer in Kombination mit einem steigenden Absatz in China sehr gut tun. Der Konzern ist vom europäischen Markt stark abhängig. Anglo American profitiert durch die Abwertung des südafrikanischen Randes: Dies senkt die Produktionskosten, die in Lokalwährung berechnet werden.

Die wikifolio-Trader zeigen in Wendephasen ihre Flexibilität: Viele von ihnen haben sich in den letzten Wochen  erfolgreich bei Short-Produkten auf den Dax engagiert. Mittlerweile bildet sich aber  eine Gegenrichtung und die Trader nutzten den Drawdown beim deutschen Aktienindex, um allmählich Long-Positionen aufzubauen. Viel Aufmerksamkeit auf dem amerikanischen Markt zog die Veröffentlichung der Quartalszahlen von Twitter. Im Unterschied zu Facebook vergangene Woche brach der Titel im nachbörslichen US-Handel am Mittwoch mehr als zehn Prozent ein.

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

06.02.2014, 19:58 Uhr

Na dann dürfte der Handelsbilanzüberschuss Deutschlands ja weiter kräftig steigen.
Schuld daran werden mal die Deutschen sein.

adbnd

06.02.2014, 20:58 Uhr

Ach, das erinnert mich an die Prognosen 2011, dass der Euro auf 1,50 USD steigen würde. Dann kam alles anders.

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