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28.01.2016

19:30 Uhr

Musterdepots

Der Euro klettert, aber nicht mehr lang

Die Fed wird den Leitzins im März wohl noch nicht anheben. Das schwächt den Dollar – und lässt den Euro klettern. Dennoch sehen Devisenhändler darin keinen langfristigen Trend. Sie sehen eine baldige Kehrtwende.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Frankfurt am MainAm Devisenmarkt ist eine Entwicklung zu beobachten, die Währungsstrategen überraschen dürfte – Anleger aber eher nicht: Der Euro kletterte am Donnerstag den vierten Tag in Folge, dieses Mal auf über 1,09 US-Dollar. Damit steuert die europäische Gemeinschaftswährung auf den zweiten Monatsgewinn hintereinander zu. Dabei hatten Experten wegen der ungebremsten Liquiditätsflut der Europäischen Zentralbank (EZB) eigentlich eine erneute Abwertung prognostiziert.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Doch Investoren ficht die Ankündigung weiterer geldpolitischer Lockerungen durch die EZB offenbar nicht an. Darauf deutet eine Auswertung des Analysehauses Sentix: Ein spezieller Index, der die Grundüberzeugung der Investoren für den Euro/US-Dollar-Wechselkurs misst, sei nun überraschend auf den höchsten Stand seit über zwei Jahren gestiegen. Und dieser sogenannte „strategische Bias“, entwickelt sich bereits seit Mitte November entgegengesetzt zum Wechselkurs.

Was dies nach Ansicht der Fachleute von Sentix bedeutet, die anhand der Stimmung der Anleger Schlüsse für die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten ziehen: Am Ende dürften die Währungsstrategen mit ihren negativen Euro-Prognosen doch noch recht bekommen. Denn aufgrund seiner Vorlaufeigenschaften deute dieser „divergierende Indikator“ auf eine baldige Richtungsänderung des Wechselkurses.

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