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20.04.2015

19:53 Uhr

Musterdepots

Der europäische Aktienmarkt ist aufgebläht

Georgios Kokologiannis sorgt sich um den europäischen Aktienmarkt, Daniel Hupfer kauft norwegische Bank-Aktien und Alexander Kovalenko wirft einen Blick auf den chinesischen Automarkt. Die Musterdepots.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Ausgerechnet Ökonomen des Internationalen Währungsfonds (IWF) warnen mittlerweile vor den Auswirkungen der ultralockeren Geldpolitik, die sie bis vor kurzem noch selbst postuliert haben: Die extrem niedrigen Zinsen und die durch das Gelddrucken der Notenbanken in den Bankensektor gepumpte Liquidität drohe Ungleichgewichte und Vermögenspreisblasen zu erzeugen.

Was inzwischen offensichtlich sogar bei den Inflationisten für Unbehagen sorgt: Um irrwitzige 48 Prozent ist zum Beispiel der Dax in der Spitze nach oben geschnellt, seitdem sich die Weichwährungspläne der Europäischen Zentralbank ab Mitte Oktober konkretisierten. Nachdem EZB-Chef Mario Draghi sein 1,1-Billionen schweres Gelddruckprogramm offiziell verkündet hat, nahm die Kaufwut an den Aktienmärkten immer weiter zu.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Allein die Marktkapitalisierung der 600 größten börsengehandelten Unternehmen in Europa hat sich im vergangenen halben Jahr um über 2,2 Billionen Euro (!) aufgebläht. Also um das Doppelte der gesamten zusätzliche Liquidität, die Währungs-„Hüter“ Draghi bis Herbst kommenden Jahres in das Finanzsystem pumpen will. Dabei hat die EZB bisher nur einen Bruchteil ihres Wertpapierkaufprogramms umgesetzt, das im März gestartet wurde und erst im September 2016 abgeschlossen sein wird.

Noch extremer ist die Situation am Anleihemarkt. Dort weisen beispielweise schon jetzt fast drei Viertel aller deutschen Bundesanleihen negative Renditen auf. Und der Anteil der Bundesbonds bei denen Anleger draufzahlen müssen, wird zweifelsohne weiter zunehmen. Schließlich entfällt rund ein Fünftel des geplanten Wertpapierkaufprogramms der EZB auf deutsche Rentenpapiere.

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