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06.01.2015

21:43 Uhr

Musterdepots

Der Kampf gegen die Börsenturbulenzen

Die politischen Querelen in Griechenland lassen die Börsen verrückt spielen. Mit der richtigen Strategie kann man sich gegen diese Schwankungen wappnen. Handelsblatt-Autor Georgios Kokologiannis zeigt, wie es geht.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Ein Ausscheiden Griechenlands aus der Euro-Zone sei inzwischen für die europäische Wirtschaft kein besorgniserregendes Problem mehr. Das behaupteten bis vor kurzem immer mehr Experten. Als Beleg diente ihnen der Verweis auf die – bis dahin  tatsächlich – eher überschaubare Reaktion an den Finanzmärkten auf den möglichen Regierungswechsel in Athen.

Doch wie es um die vermeintliche Gleichgültigkeit der Investoren wirklich bestellt ist, zeigt sich nun, nachdem führende Mitglieder der Bundesregierung signalisiert haben, dass der „Grexit“ offenbar tatsächlich kein Tabu mehr ist: Der Euro ist Anfang der Woche auf ein Neunjahrestief eingebrochen, der Dax verlor so heftig wie zuletzt vergangen März und Gold ist in Euro gerechnet auf den höchsten Stand seit dem Spätsommer 2013 gesprungen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Das Handelsblatt-Depot ist von den aktuellen Turbulenzen an den Börsen kaum betroffen: Die aufkommende Unruhe war absehbar gewesen – ich habe das Portfolio frühzeitig dagegen gewappnet. Erstens indem ich den Cash-Bestand gegen Ende vergangenen Jahres vervierfacht habe – auf mittlerweile mehr als die Hälfte des insgesamt verfügbaren Anlagekapitals.

Und zweitens durch spezielle Derivate im Depot, die von stagnierenden oder sogar sinkenden Aktienkursen profitieren – und dadurch zusätzlich für Stabilität sorgen. Zu diesen Anlageprodukten zählen etwa meine sogenannten „Reverse-Bonuszertifikate“, die in den vergangenen Tagen deutlich zugelegt haben.

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