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21.10.2014

19:55 Uhr

Musterdepots

Der Kampf gegen die Volatilität

Die täglichen Kursschwankungen beim Dax werden größer. Spannende Zeiten für die Musterdepots. Während Georgios Kokologiannis sich mit Zertifikaten absichert, setzt Daniel Hupfer unter anderem auf Infineon.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Der unerwartet heftige Börseneinbruch der vergangenen Wochen hat auch im Handelsblatt-Depot seine Spuren hinterlassen. Doch das Portfolio entwickelt sich weiterhin deutlich stabiler als der Gesamtmarkt. Dazu tragen vor allem meine Reverse-Bonuszertifikate bei. Während der Laufzeit entwickeln sich diese speziellen Anlageinstrumente tendenziell entgegengesetzt zu den Aktienmärkten – selbst gegen einen „richtigen“ Crash sind sie immun. Zuletzt hatte ich Anfang September eine Position an Reverse-Papieren aufgebaut, die sich auf den Dax beziehen (WKN: GT8MTD). Seitdem ist der deutsche Leitindex um über eintausend Punkte abgestürzt – die Zertifikate legten im Gegenzug rund sechs Prozent an Wert zu.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Mit dem Kauf dieser Produkte hatte ich damals bei einem Dax-Stand von etwa 9800 Zählern darauf gesetzt, dass die Hausse am Aktienmarkt an ihre Grenze gestoßen war und eine Korrektur drohte. Die Zertifikate sollten einen Teil der möglichen Verluste der anderen Depotpositionen kompensieren.

„Sollten die Aktienmärkte ihre jüngste Erholungsrally fortsetzen, werde ich die Reverse-Zertifikate schubweise aufstocken: Etwa wenn der Dax im Zuge einer erneuten Übertreibungsphase in Richtung seines Allzeithochs bei mehr als 10.000 Zählern springt“. Das hatte ich damals an dieser Stelle geschrieben. Dazu sollte es aber nicht mehr kommen. Die Aktienindizes in Europa legten endgültig den Rückwärtsgang ein und brachen zeitweise auf das tiefsten Stand ein seit mehr als 13 Monaten. Das Musterdepot befindet sich dagegen noch immer oberhalb seines Renditeniveaus vom Frühsommer dieses Jahres.

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