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15.06.2014

14:07 Uhr

Musterdepots

Der Nabel der Welt

Die Welt schaut nach Brasilien, doch der Blick, den Kokologiannis wirft, ist ein skeptischer. Nicht alles dreht sich um ein ledernes Rund. Genauer schaut auch Kovalenko hin - er entlarvt die Deflationsgespenster.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Es ist ein weiteres Alarmsignal dafür, dass die hohen Aktienkurse auf tönernen Füßen stehen. Die Tendenz bei den Handelsumsätzen zeigt seit Wochen nach unten. Nach dem zwischenzeitlichen Dax-Sprung über die 10.000er-Marke drohte das Transaktionsvolumen am deutschen Markt zeitweise fast völlig zu versiegen.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dabei hatten Optimisten eigentlich mit dem genauen Gegenteil gerechnet: Wachgerüttelt durch die Berichterstattung über die neue Fünfstelligkeit des Börsenbarometers sollten auch die letzten Skeptiker kapitulieren und sich auf Dividendentitel stürzen.

Doch nun bemüht man sich um – zuweilen abstruse - Erklärungen für die Zurückhaltung der Anleger. So dient manch einem „Experten“ sogar die Fußball-WM als Sündenbock: Seit Donnerstag sei nun mal Brasilien der Nabel der Welt.

Das ist natürlich Unsinn. Zumindest der Nabel und Taktgeber der Finanzwelt ist und bleibt die Wall Street – und in den USA hält sich das Interesse an "Soccer" bekanntlich in engen Grenzen.

Naheliegender ist, was in Frankfurter Finanzkreisen mittlerweile immer öfter, gleichwohl nur hinter vorgehaltener Hand ausgesprochen wird: "Niemand möchte derjenige sein, der jetzt noch als letzter eingestiegen ist..."

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