Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.09.2014

11:31 Uhr

Musterdepots

Der Plan Portugal

Der Kauf portugiesischer Anleihen hat sich dank Mario Draghi für Daniel Hupfer schon ausgezahlt. Und Alexander Kovalenko findet an der eng mit Russland verflochtenen Wiener Börse ein lohnendes Investment.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Mario Draghi und seine Kollegen haben vergangene Woche auf der Sitzung der EZB geliefert und erneut ein geldpolitisches Feuerwerk abgebrannt: Völlig überraschend wurde der Leitzins um 10 Basispunkte auf 0,05 Prozent gesenkt. Der Einlagezins beträgt zukünftig minus 0,2 Prozent, der Spitzenrefinanzierungssatz 0,30 Prozent. Zudem wurde mehrheitlich beschlossen, dass die EZB ab Oktober damit beginnen wird, Kreditverbriefungen (ABS) und Pfandbriefe aufzukaufen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die von uns Anfang der vergangenen Woche gezeichnete Portugal-Anleihe verbuchte nach diesen Maßnahmen deutliche Kursgewinne und lag bereits Ende vergangener Woche mit etwa 1,7 Prozent im Plus. Innerhalb einer Woche haben wir somit fast den halben Jahreskupon verdient, was das Ausmaß der Auswüchse des aktuellen Zinsmarktumfelds widerspiegelt. Derzeit rechnen wir mit weiter fallenden Renditen, so dass die von uns gekauften Anleihen in der Kursentwicklung davon profitieren sollten.

Ausschlaggebend für die weitere geldpolitische Lockerung der EZB waren die zuletzt sehr schwachen Konjunktur- und Inflationsdaten aus der Eurozone. So gehen die neuesten Projektionen der EZB-Volkswirte davon aus, dass die Wirtschaft in diesem Jahr nur noch mit einer Rate von 0,9 Prozent wachsen wird bei einer Inflationsrate von 0,6 Prozent. Auf der Pressekonferenz erklärte der EZB-Präsident zudem, dass weitere unkonventionelle geldpolitische Maßnahmen möglich seien, falls die Inflation zu lange auf einem aus Sicht der Notenbank zu niedrigen Niveau verharren sollte.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×