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26.10.2014

16:04 Uhr

Musterdepots

Der standhafte Verbraucher

Während die deutsche Wirtschaft in eine Rezession abrutschen könnte, hat sich die Kauflaune der Konsumenten zuletzt überraschend verbessert. Der Export schwächelt. Alexander Kovalenko setzt nun auf die Dynamik aus dem Inneren.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Die deutschen Verbraucher befinden sich zum ersten Mal seit Juli wieder in besserer Kauflaune. Das Konsumbarometer, das vom Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK berechnet wird, ist überraschend gestiegen. Die deutschen Bürger sehen ihre Finanzlage wieder positiver und sind bereit höhere Ausgaben zu machen, wie zum Beispiel für Möbel. Die Konjunkturängste haben dagegen nicht zugenommen.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Konsumenten profitieren von der günstigen Situation auf dem Arbeitsmarkt und scheinen sich an die letzten geopolitischen Ereignisse, wie zum Beispiel der Ukraine-Konflikt oder Unruhen im Nahen Osten, „gewöhnt“ zu haben.

Die gestiegene Zuversicht der Verbraucher kommt zum richtigen Zeitpunkt und ist ein wichtiger Unterstützungsfaktor für das BIP-Wachstum. Das Exportgeschäft leidet unter der Konjunkturflaute in der restlichen Euro-Zone sowie unter den Russland-Sanktionen.

Der robuste Binnenkonsum könnte dagegen zu einer tragenden Säule für die deutsche Konjunktur werden. Es gibt natürlich eine Reihe von Faktoren, wodurch die Bürger verunsichert werden können. Neben oben genannten geopolitischen und militärischen Konflikten besteht zum Beispiel die Gefahr, dass sich die Ebola-Epidemie auch in Europa ausbreiten könnte. Entscheidend ist es aber, dass der Arbeitsmarkt stabil bleibt und die  Verbraucher dadurch keine Einkommenseinbußen hinnehmen müssen.

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