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09.10.2016

17:12 Uhr

Musterdepots

Des Goldes ewiger Ruf

Gleich mehrere Faktoren haben den sicheren Hafen Gold jüngst unter Druck gesetzt. In dieser Gemengelage sehen die Goldmänner von Goldman Sachs Chancen für das begehrte Edelmetall. Was Georgios Kokologiannis davon hält.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Sollte der Goldpreis wesentlich unter sein inzwischen erreichtes Niveau von 1250 US-Dollar weitersinken, könnte dies strategischen Investoren eine Einstiegsmöglichkeit bieten. Das geben Experten von Goldman Sachs zu bedenken, nachdem die Notierung des Edelmetalls zuletzt den größten Wochenverlust seit zwei Jahren verbucht hat.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auch ich glaube, dass spätestens im Bereich zwischen 1 100 und 1 200 US-Dollar der Verkaufsdruck nachlassen wird. Soviel kostet es Minen im Durchschnitt, um eine Unze Gold aus dem Boden zu fördern. Doch das Erholungspotenzial nach einer Bodenbildung der Notierung erscheint mir mittelfristig zu gering, um hier Käufe für das Musterdepot in Erwägung zu ziehen.

Maßgeblich für die jüngsten Preisrückgänge ist schließlich die Erwartung der Marktakteure, dass die US-Notenbank spätestens ab dem Jahresende nicht mehr um eine Leitzinsanhebung umhin kommen wird. Das lässt die US-Währung derzeit aufwerten - und drückt im Gegenzug auf den in Dollar gemessenen Goldpreis. Und je näher eine mögliche geldpolitische Straffung in den USA rückt, desto stärker wird dieser Effekt zum Tragen kommen.

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