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24.03.2014

19:24 Uhr

Musterdepots

Deutsche Post mit erreichbaren Zielen

Die Deutsche Post will den Gewinn ihrer Brief- und Paketsparte enorm steigern. Angesichts eines veränderten Konsumverhaltens schaut der Verwalter des Privatbank-Depots, Daniel Hupfner, bei der Aktie genau hin.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

In einem heute schwächer tendieren Markt kann die Aktie der Deutschen Post positiv hervorstechen. Mit einem Kurszuwachs von mehr als zwei Prozent liegt der Wert an der Spitze der Dax-Aktien. Getrieben wird der Wert von der Erwartung, dass die Post in den kommenden Jahren mit der Brief- und Paketsparte den Ertrag von einer Milliarden Euro auf mehr als 1,6 Milliarden Euro steigern kann. Angesichts des veränderten Konsumverhaltens - immer mehr via Internet zu bestellen und dann liefern zu lassen - scheint dieser Zuwachs aber erzielbar.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass diese Kernsparte „nur“ noch 25 Prozent am Umsatz des Jahres 2012 der Deutschen Post ausmacht. Allerdings hat die gute Performance der Aktie in den letzten 24 Monaten dazu geführt, dass sich der Wert gemessen an den technischen Kennziffern deutlich verteuert hat. Die Deutsche Post ist innerhalb der Peer-Group mit einer Kurssteigerung von 50 Prozent (12 Monats-Basis) der Top-Pick aus dem Sektor Logistik. Positiv bleibt aber die hohe Dividendenrendite von mehr als 3 Prozent. Die Analysten erwarten im Schnitt weitere Kurssteigerungen und mehrere Häuser prognostizieren bereits Kurse von 30 Euro und mehr.

Die für die kommenden Jahre prognostizierten Gewinne des Dax sind steigend. Lagen diese im Jahr 2013 bei etwa 660 Euro, wachsen sie für das laufende Jahr auf 710 Euro, um dann 2014 den Wert von mehr als 800 Euro zu erreichen. Diese Entwicklung lassen die hohen Kurszuwächse der letzten Monate in einem anderen Licht erscheinen. Mit einem 2014-KGV von etwa 13, welches gemessen an den erwarteten Gewinnen für 2015 auf ca. 11,5 fallen kann, ist der Aktienmarkt nicht mehr billig, aber auch nicht historisch teuer.

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