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08.05.2014

19:32 Uhr

Musterdepots

Die Aktienmärkten bleiben volatil

Deutsche Unternehmen überraschen mit starken Bilanzen – doch das kommt an der Börse nicht an. Der Dax bleibt auf Seitwärtskurs. Die Autoren der Musterdepots suchen nach profitablen Anlagemöglichkeiten. Wie sie vorgehen.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Die Berichtssaison geht weiter. Am Donnerstag hat Rheinmetall mit seinen vorgelegten Quartalszahlen den Markt sehr positiv überrascht. Der Düsseldorfer Konzern hat zwar unter dem Strich einen leichten Verlust von sieben Millionen Euro im ersten Quartal verzeichnet, die Analysten haben aber mit einem noch schwächeren Ergebnis von etwa minus 15 Millionen Euro gerechnet. Vor allem das Autozulieferungsgeschäft sorgte für positive Stimmung. Die Sparte profitiert offensichtlich von der zunehmenden Erholung des Automarktes und hat mit einem kräftig gestiegenen Gewinn sowie einer erzielten Ebit-Marge von 7,1 Prozent einen richtig guten Jahresauftakt hingelegt. Der Konzern-Chef Armin Papperger wies darüber hinaus auf den Rekordauftragsbestand hin und bekräftigte die positive Jahresprognose. „Wir sind zurück auf dem Wachstumspfad und verbessern unsere Ergebnisse“ resümierte der Top-Manager. Die Aktie stieg im Tageshandel bis zu acht Prozent.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auch im wikifolio-Universum war der Rheinmetall-Titel in den letzten Wochen aktiv gehandelt,  wobei sich Kauf- und Verkaufstrades die Waage hielten. Die Aktie befindet sich aktuell in insgesamt 98 wikifolios. Unter anderem ist die auch im „VSAK - Value Europa“-wikifolio zu finden, das von der Bayerische Vermögen AG verwaltet wird.

Die europäische Zentralbank hat den Leitzins, wie erwartet, mit 0,25 Prozent unverändert belassen. Obwohl die Inflationsrate in der Euro-Zone in den letzten Monaten deutlich unter der Zielmarke von zwei Prozent gelegen hat, möchten die Währungshüter die Teuerungsrate erst mal weiter beobachten. Die Kollegen von Bank of England haben sich ebenfalls für die Beibehaltung des Leitzinses auf dem Rekordtief von 0,5 Prozent entschieden. 

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