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13.05.2014

19:44 Uhr

Musterdepots

Die Alarmzeichen nehmen zu

Die Aktienmärkte entwickeln sich prächtig. Doch der Schein könnte trügen. Glaubt man den Analysen der Helaba dürften vor allem die US-Börsen überbewertet sein. Wie die Autoren damit umgehen, lesen Sie hier.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Telecom Italia hat am Dienstag ihre Quartalsergebnisse präsentiert. Im Großen und Ganzen fielen sie leicht enttäuschend, aber nicht besonders überraschend aus. Das größte Problem des Unternehmens ist der andauernde Preiskampf auf dem Mobilfunkmarkt in Italien. Auf dem Heimatmarkt macht der größte italienische Telekomkonzern rund zwei Drittel seines Umsatzes. Der zweitgrößte und zweitwichtigste Absatzmarkt Brasilien war in lokaler Währung berechnet stabil, die Abwertung des Brasilianischen Reals hat allerdings die Konzernerlöse zusätzlich belastet.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Unter dem Strich ging der Gesamtumsatz im ersten Quartal um etwa acht Prozent zurück. Das Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) schrumpfte gleich stark. Die Analysten haben mit leicht besseren Zahlen gerechnet.

Wir halten die Telekom Italia Aktie weiter. Der Titel ist unseres Erachtens trotz einer zwölfmonatigen Performance von rund plus 50 Prozent immer noch unterbewertet. Vor allem das Kurs-Cash-Flow-Verhältnis von circa 2,5 sowie das Kurs-Buchwert-Verhältnis deutlich unter eins gefallen uns sehr gut. Die günstigen Bewertungskennzahlen kommen natürlich nicht von ungefähr. Die beschriebenen Preiskampfprobleme in Italien sowie eine relativ hohe Verschuldung können den Kursdruck teilweise erklären. Andererseits setzt der Konzern erfolgreich Kostensenkungs- sowie Schuldenabbauprogramme um. Darüber hinaus werden stabile solide Free-Cash-Flows generiert. Laut unserer Analyse liegt der faire Wert deutlich über dem aktuellen Kurs.

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