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15.07.2014

18:59 Uhr

Musterdepots

Die Börse enteilt der Wirtschaft

Die Börsen steigen in immer neue Höhen, die Wirtschaft jedoch nicht. Immer öfter werden schwache Konjunkturdaten veröffentlicht. Musterdepot-Autor Georgios Kokologiannis warnt Anleger vor dieser Entwicklung.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Der Reigen miserabler Wirtschaftsdaten und Unternehmensergebnisse reißt auch diese Woche nicht ab: Die Industrieproduktion in der Eurozone sinkt deutlich – statt wie erwartet zu steigen. Das bedeutende ZEW-Konjunkturbarometer für Deutschland fällt unerwartet das siebte Mal (!) in Folge auf den tiefsten Stand seit anderthalb Jahren.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dazu kommt: Auch der SAP-Konkurrent Software AG sowie der Technikspezialist Drägerwerk reihen sich jetzt in die immer länger werdende Riege der Unternehmen ein, die Gewinnwarnungen vermelden müssen. Ein gutes Omen für die jetzt Fahrt aufnehmende Berichtssaison hierzulande sieht anders aus.

Trotzdem klammern sich Anlageprofis und Bankvolkswirte stur an der Behauptung, ausgerechnet rasant steigende Firmengewinne würden die Überbewertung an den Aktienmärkten relativieren. Hiobsbotschaften werden als „Dellen“ und „Ausreißer“ abqualifiziert. Schon bald werde es weitergehen mit dem angeblichen Aufschwung in Europa.

Ist es das berühmte Pfeifen im Walde oder wollen die Experten damit bloß die  Kundschaft beruhigen?

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