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22.07.2015

20:43 Uhr

Musterdepots

Die Börsenparty an der Wall Street ist vorbei

Apple, Microsoft, IBM – viele Wall Street-Riesen bei ihren Anlegern nicht mit guten Zahlen punkten. Für Daniel Hupfer sind die Enttäuschungen ein Warnsignal, dass die Stimmung an den Börsen endgültig kippen könnte.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Gestern nach Börsenschluss veröffentlichte Apple seine Quartalszahlen. Die Marktteilnehmer reagierten enttäuscht, und im nachbörslichen Handel verlor Apple durch den Kursrückgang ca. 60 Milliarden US an Marktkapitalisierung. An den eigentlichen Geschäftszahlen kann es nicht gelegen haben, da diese im Rahmen der Erwartungen oder sogar etwas besser ausgefallen sind. Wir teilen aber die geäußerte Kritik, dass das Unternehmen von seinem Kernprodukt iPhone extrem abhängig ist und dass die Apple-Watch anscheinend (noch) kein durchschlagender Erfolg ist. Allerdings konnte die Verkäufe des iPhone deutlich gesteigert werden, und der Umsatz stieg zum Vorjahresquartal um mehr als 10 Mrd. USD.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Aufgrund der moderaten Bewertung (KGV 14) und des hohe Cash-Bestandes nehmen wir Apple in unser Portfolio auf. Wir erwarten in den kommenden Tagen eine Gegenbewegung des Kurses und sehen auch weiteres Potential in der Aktie. Im Gegenzug verkaufen wir Anteile am Euro Stoxx-ETF. Hier realisieren wir Teilgewinne von etwas mehr als 24%. Diese Transaktion erfüllt für uns den weiteren Zweck unsere Position in den USA weiter aufzubauen, da auch die volkswirtschaftlichen Rahmendaten für eine Übergewichtung des amerikanischen Marktes sprechen.

Apple war gestern Abend nicht das einzige Unternehmen, von dem sich die Börsianer abwendeten. Auch Branchengrößen wie IBM oder Microsoft konnte mir Ihren Daten nicht überzeugen. Wir registrieren diese Enttäuschungen auch als ein Warnsignal. Wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden, kann die allgemeine Stimmung der Marktteilnehmer schnell kippen. Aber eine nähere Analyse der Zahlen ist unabdingbar, um Aktien zu finden, die aus unserer Sicht zu Unrecht harte Kursabschläge erleiden mussten. Daher haben wir uns für Apple und nicht für einen der beiden anderen genannten Titel entschieden.

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