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20.05.2015

19:18 Uhr

Musterdepots

Die Bullen ziehen nach Japan

Der Nikkei klettert so hoch wie seit fünfzehn Jahren nicht mehr, die japanischen Unternehmen schreiben Gewinne. Grund genug für Alexander Kovalenko optimistisch für Japan zu sein. Nur der Yen könnte die Party vermiesen.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Der japanische Aktienmarkt befindet sich weiter im Aufwind: Der Nikkei 225 nimmt Kurs auf den zwischenzeitlichen Höchststand von Mitte April 2000, als der Leitindex die Marke von 20.800 Punkten knackte. Wir halten die Aussichten weiterhin für konstruktiv. Die Hausse in Japan ist durch die Gewinnentwicklung der Unternehmen weitaus besser gestützt, als dies in Europa oder in den USA der Fall ist. Die Strukturreformen, die Ministerpräsident Abe angestoßen hat, werden von Investoren bislang unterschätzt.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wir werten insbesondere positiv, dass die japanische Regierung endlich Anstrengungen unternimmt, um die Partizipationsrate am Arbeitsmarkt und die Produktivität zu erhöhen. Damit kann den wachstumsdämpfenden Effekten einer alternden Bevölkerung zumindest teilweise entgegengewirkt werden. Zudem hat der japanische Pensionsfonds – einer der größten institutionellen Investoren weltweit – seine angestrebte Aktienquote mehr als verdoppelt. So ist mittlerweile ein Fondsanteil von 25 Prozent in japanischen Aktien vorgesehen statt vormals lediglich 12 Prozent. Wir erwarten, dass dies den japanischen Aktienmarkt mittelfristig stützen wird.

Ein besonderes Augenmerk bei Investitionen in japanische Aktien muss auf die Frage gelegt werden, ob die Währung abgesichert werden soll. In der Vergangenheit galt als Daumenregel, dass eine gute Wertentwicklung am japanischen Aktienmarkt von einem schwachen japanischen Yen begleitet wird. Davon ist 2015 jedoch bislang wenig zu sehen: Während der Nikkei 225 seit Jahresbeginn in lokaler Währung etwa 15 Prozent gewonnen hat, liegt der Euro-Investor sogar um etwa 25 Prozent vorne. Dennoch bevorzugen wir unter Risikoaspekten ein Produkt, das gegen Währungsschwankungen abgesichert ist. Wir nehmen daher den UBS ETF MSCI Japan hedged EUR in unser Portfolio auf.

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