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19.08.2015

20:17 Uhr

Musterdepots

Die China-Krise trifft auch Dax-Anleger

Die chinesischen Aktienmärkte taumeln. Und auch für die deutschen Anleger heißt es: Nerven bewahren. Chinas Märkte einfach zu ignorieren, sei definitiv Geschichte, schreibt unser Autor Alexander Kovalenko.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

In den Jahren der Finanzkrise um 2008 war noch die Rede und die Hoffnung davon, dass eventuell China und die anderen Schwellenländer das Wachstum halten können und sich von den Industrieländern abgekoppelt haben. Im Jahr 2015 sieht es genau andersherum aus. Können sich die USA und Europa von China abkoppeln? Oder ist China bereits der Motor der Welt und bremst den Rest aus?

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Das Land der goldenen Mitte wächst nicht mehr so stark und die Aktienmärkte taumeln, trotz heftiger Interventionen der Chinesischen Regierung. Peking hatte mit umfangreichen Stützungsmaßnahmen einen Aktiencrash abgewendet.

Diese Maßnahmen – Handelsaussetzungen und Verkaufsverbote - hebelten die Marktkräfte kurzfristig aus. Dafür gab es weltweite Kritik und Missbilligungen. Ein schwächeres Wachstum in China bedeutet sinkende Rohstoffpreise und Absatzrückgang für Exporteure nach China.

Gerade Deutsche Titel können davon betroffen sein. Im Zuge der Kursrutsche bieten sich Titel aus der zweiten und dritten Reihe als Kaufkandidaten an, welche ihre Geschäfte im eigenen Binnenmarkt machen. Dies sind Small Cap Titel in Deutschland, Großbritannien und den USA. Hier werden weiterhin die Notenbanken für stabile Märkte sorgen müssen, denn die globalen Wachstumsperspektiven könnten sich leicht eintrüben. So lange die Zinsen aber weiterhin so niedrig bleiben, bleibt die Aktie alternativlos. Dass uns der Sack Reis, welcher in China umfällt, nicht mehr interessiert oder zu interessieren hat, das ist definitiv Geschichte.

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