Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

01.04.2014

19:41 Uhr

Musterdepots

„Die Erholung setzt sich weiter fort“

Krim-Krise, wechselnde Konjunkturdaten und die Ankündigung der frühen Zinserhöhung in den USA: Der März war für die Börsianer kein einfacher Monat. Umso optimistischer blicken die Autoren in die kommenden Wochen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die konjunkturelle Erholung in der Eurozone setzt sich weiter fort. Die jüngste Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes für das verarbeitende Gewerbe zeigte zwar keine Verbesserung zum Vormonat, liegt aber mit 53 Punkten weiterhin im expansiven Bereich. Neben Deutschland zeigen derzeit vor allem die Peripherieländer eine hohe wirtschaftliche Dynamik. Dies spiegelt sich an den Aktien- und Anleihenmärkten in diesen Ländern bereits wider. So weisen die Aktienindizes in Portugal, Griechenland, Spanien und Italien seit Jahresanfang eine bessere Wertentwicklung auf, als der EuroStoxx 50 und die Renditen an den Anleihenmärkten fallen kontinuierlich weiter.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Vor diesem Hintergrund haben wir das Aktien- und Anleihenexposure in Südeuropa zuletzt weiter erhöht. Wir gehen davon aus, dass dieser Erholungstrend auch weiter anhalten wird, so dass wir die Bestände mit einem mittelfristigen Anlagehorizont erworben haben.

Viel Freude bereitet uns derzeit unser Engagement bei Intesa Sanpaolo. Die zweitgrößte italienische Bank hat vergangene Woche Zahlen vorgelegt und macht bei der Bereinigung seiner Bilanz weiter Fortschritte. Im vierten Quartal 2013 wurden die Rückstellungen für ausfallgefährdete Kredite weiter erhöht, zusätzlich wurden Goodwill-Abschreibungen vorgenommen, so dass insgesamt ein Verlust von 5,2 Milliarden Euro im Schlussquartal zu Buche steht. Intesa räumt vor dem Stresstest der EZB auf und nimmt Milliardenverluste in Kauf. In den kommenden Jahren sollen Unternehmensbeteiligungen verkauft und das Filialnetz deutlich ausgedünnt werden. Die Aktien legten auf diese Nachrichten kräftig zu und befinden sich mit einem Kursplus von über 40 Prozent seit Jahresanfang an der Spitze des EuroStoxx 50.

Kommentare (3)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Account gelöscht!

01.04.2014, 19:46 Uhr

Wo bleibt denn hier ihr Grieche mit dem Musterdepot. Mal nchgerechnet, mit den 16%

Account gelöscht!

01.04.2014, 20:54 Uhr

Die Erholung? Sie meinen wohl die über 5-jährige Hausse getrieben von gedruckten Notenbankgeld. Einen erkennbaren Zusammenhang zwischen Wirtschafts- und Kursentwicklung gibt es schon lange nicht mehr. Die ganze Woche fiebern die Geld-Junkies doch schon den Verlautbarungen ihres Drogen-Dealers Draghi entgegen. Und die Bevölkerung wird durch Inflation enteignet und darf sich auf Altersarmut freuen.

Account gelöscht!

01.04.2014, 20:57 Uhr

Hast Du es immer noch nicht kapiert. WIR HABEN DEFLATION. DEFLATION IST GANZ SCHLIMM. Weil man sich dann von seinem Geld mehr Waren kaufen kann. Ausserdem geht der Konsum bei Deflation sofort zurück, weil man sich kein Auto und keinen Kühlschrank mehr kauft, wenn er kapput ist, sondern sich nie mehr einen Kühlschrank kauft, weil er in Zukunft ja billiger wäre. Die Menschen gehen bei Deflation auch nackt zur Arbeit, weil eine neue Hose nächsten Freitag ja billiger ist. Genauso wie Du dir nie einen neuen Computer kaufst. Der wird ja auch immer billiger.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×