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13.09.2015

14:32 Uhr

Musterdepots

Die Ferien und das Wachstum

Daniel Hupfer erinnert bei der BIP-Prognose an einen gerne vergessenen Faktor. Und Alexander Kovalenko gesteht ein, zu früh bei Anglo American eingestiegen zu sein. Warum er trotzdem auf den Minenbetreiber setzt.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Aufgrund der positiven Entwicklung der deutschen Exporte, aber auch wegen der starken Binnennachfrage bestätigen wir unsere Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft von 1,8 Prozent in diesem und 1,6 Prozent im nächsten Jahr. Allerdings sollte man sich darauf gefasst machen, dass es nach den zuletzt guten Daten durchaus schwächere Zahlen im August geben kann.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Ein nicht zu unterschätzender Faktor ist dabei die Lage der Sommerferien in den deutschen Bundesländern, die bereits im vergangenen Jahr für einigen Wirbel bei den Konjunkturdaten sorgte. So kam es im August 2014 zu starken Rückgängen von 5,5 Prozent bei den Aufträgen, von 2,8 Prozent bei der Industrieproduktion und von 4,5 Prozent bei den Exporten, die allesamt in erster Linie der Entwicklung im Automobilsektor und der Lage der Werksferien geschuldet waren. Dieses Phänomen könnte sich – eventuell in etwas abgeschwächter Form – in diesem Jahr wiederholen.

Der Verband der Automobilindustrie hat bereits Daten zur Automobilproduktion beziehungsweise zu den Exporten im August 2015 veröffentlicht, und diese zeigen einen Rückgang von fast 40 Prozent respektive 35 Prozent gegenüber dem Vormonat. Wie im vergangenen Jahr spricht vieles dafür, dass sich diese Zahlen als Ausrutscher entpuppen werden.

Am Kapitalmarkt könnten diese Daten jedoch fälschlicherweise als Indiz für eine noch signifikantere Nachfrageschwäche in China und den Schwellenländern interpretiert werden, sodass die turbulenten Tage an der Börse noch nicht vorbei sein dürften.

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