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17.03.2014

19:17 Uhr

Musterdepots

Die fetten Jahre sind vorbei

Eine Börsenweisheit lautet: Politische Börsen haben kurze Beine. Doch in der Krim-Krise dürfte dieser Spruch nicht gelten. Georgios Kokologiannis sieht klare Vorzeichen für eine Seitwärtsbewegung in den nächsten Monaten.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

In dem Konflikt um die ukrainische Halbinsel Krim zieht die Weisheit „politische Börsen haben kurze Beine“ nicht. Denn die wirtschaftlichen Auswirkungen dieser Krise könnten zumindest mittelfristiger Natur sein – trotz der Pluszeichen im Laufe des gestrigen Aktienhandels.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Denn ein Blick auf die Charts der Dax-Aktien zeigt, dass Anleger für die nächsten Monate eher mit einer Seitwärtsbewegung rechnen können. Noch im Februar 2014 lagen gut 80 Prozent der Dax-Werte oberhalb ihrer 200-Tage-Linie. Diese Linie zeigt den Durchschnittskurs der vergangenen 200-Handelstage an – quasi der Jahresdurchschnittskurs eines Wertpapiers. 80 Prozent oberhalb dieser Line signalisieren einen marktbreiten und damit stabilen Aufwärtstrend.

Doch seit dem Kim-Konflikt hat sich dieses Bild gewandelt. Gerade mal 50 Prozent der Dax-Aktien notieren noch oberhalb ihrer 200er-Linie – ein Indiz für eine Seitwärtsbewegung. Und Anleger sollten nicht vergessen: Auch in den vergangenen fünf Jahren Hausse gab es immer wieder Korrekturen – zuletzt 2011, als der deutsche Leitindex um 25 Prozent auf 7500 Punkten auf rund 5140 Zähler abstürzte.

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