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09.12.2015

20:56 Uhr

Musterdepots

Die Folgen des sinkenden Ölpreises

Zwar hat sich der Ölpreis am Mittwoch kurzfristig erholt. Dennoch bleiben die Risiken für die Finanzmärkte durch einen fallenden Ölpreis bestehen. Die Anleger der Handelsblatt-Musterdepots spüren bereits Konsequenzen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

DüsseldorfSeine Schutzfunktion verloren hat nun mein Bonuszertifikat auf das WTI-Öl (WKN DG6AQ5). Der Preis für das amerikanische schwarze Gold ist am vergangenen Dienstag kurzfristig unter die entscheidende Marke von 37 Dollar gefallen. Dadurch entfällt die von mir erhoffte Bonuszahlung in Höhe von maximal 50,25 Euro zum Laufzeitende Ende März 2016.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Nun verläuft die Wertentwicklung des Produktes entsprechend der Kursgewinne bzw. der -verluste des Ölpreises. Fällt der Ölpreis um zehn Prozent, steigt der Kurs des Zertifikates entsprechend und umgekehrt. Allerdings ist der Basiswert für die Kursentwicklung des Derivates nicht der Preis für Öl auf dem Spotmarkt, sondern der Preis des Terminkontraktes. Da die Laufzeit des Bonuszertifikates Ende März endet, ist der Basiswert dann der WTI-Terminkontrakt mit Fälligkeit April 2016.

Währungseffekte klammert das Bonuszertifikat aus – anders als die meisten anderen Rohstoff-Papiere. Die Entwicklung des Euro/Dollar-Wechselkurses beeinträchtigt die Zielrendite also nicht.

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