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17.09.2015

21:07 Uhr

Musterdepots

„Die Geldpolitik der Welt wird expansiver“

Die US-Notenbank Fed lässt die Zinsen unverändert. Daniel Hupfer blickt allerdings mehr auf die Begründung als auf die Entscheidung selbst. Er ist sich sicher: Die globale Niedrigzinsphase wird anhalten.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Vor fast genau 8 Jahren, am 15. September 2008, ging die  US-amerikanische Investmentbank Lehman Brothers Pleite. Die daraus resultierende globale Finanz- und Wirtschaftskrise konnte nur mit Hilfe einer weltweit äußerst expansiven Geld- und Fiskalpolitik eingedämmt werden. Ein starker Anstieg der Staatsverschuldung sowie niedrigste Zinsen in vielen Ländern der Welt sind die Resultate, die die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen bis heute kennzeichnen. Die US-Notenbank senkte im Dezember 2008 ihren Leitzins auf 0 bis 0,25 Prozent, wo er bislang verharrte.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Spannung, ob die Fed erstmals seit langem die Zinsen wieder anheben würde, war selten größer. Wichtiger als die Zinsentscheidung selbst ist unseres Erachtens aber die damit verbundene Begründung und der zu erwartende weitere Verlauf der Geldpolitik. Selbst wenn die Fed die Zinsen irgendwann erhöht, spricht viel dafür, dass die globale Niedrigzinsphase dennoch anhalten wird.

Angesichts der gesunkenen Rohstoffpreise und der weiterhin nur verhalten wachsenden Weltwirtschaft zeichnet sich nach wie vor kein deutlicher Anstieg der Inflationsraten ab. Insofern verwundert es nicht, dass viele Zentralbanken in diesem Jahr die Zinsen gesenkt haben. Auch wenn der Fokus der Kapitalmärkte auf der US-Notenbank liegt, sollte man nicht übersehen, dass die globale Geldpolitik auch in diesem Jahr wieder expansiver geworden ist.

Kommentare (1)

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18.09.2015, 12:45 Uhr

Angesichts der gesunkenen Rohstoffpreise und der weiterhin nur verhalten wachsenden Weltwirtschaft zeichnet sich nach wie vor kein deutlicher Anstieg der Inflationsraten ab.

DAZU kann man nur schreiben :

Bevor einen Aufschwung in der Weltwirtschaft kommt müssen die Weltliche Politische Hausaufgaben gemacht werden.

Wer in der Politik und in der Wirtschaft die Zeiten einer neuer Weltaufteilung noch nicht erkannt hat ist dem entsprechend unfähig egal welche zukünftigere Prognosen für Aufschwünge egal welcher Art abzugeben.

TERRORISMUS MUSS ERST ABGEWEHRT UND ABGESCHAFFT WERDEN !

Erst wenn der IS-Staat bekämpft ist...

erst wenn Boko Haram bekämpft ist

erst wenn die Lage in SYRIEN und NORD-IRAK reguliert ist...erst dann kann man mit Aufbauen beginnen.

ABER auch im Europäischen Kontinent muss man die EU auskehren und endlich echte EU-Politiker einsetzen um in der Zukunft nicht weiteres seelischen armut der EU in Europa erleben zu müssen.

BISHER KOSTET DIE " EU " ZU VIEL GELD...

UND BRINGT ZU WENIGE WAHRE ERFOLGE.

Zeugnis note für die EU im Jahr 2015 : UNRENTABLER POLITIK !!!






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