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27.08.2015

10:13 Uhr

Musterdepots

Die historische Dax-Rally bekommt einen Knick

Seit 2009 kannte der Dax praktisch nur eine Richtung: aufwärts. Die Korrektur, die wir deshalb gerade erleben, hält sich in Grenzen. Von einer Nervosität wie während der Schuldenkrise sind wir noch weit entfernt.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Die chinesische Zentralbank versucht die Börsen zu beruhigen. Die Zinssenkung vom Dienstag sowie die am Mittwoch gestarteten Liquiditätsspritzen am Geldmarkt sollten unter anderem auch eine langfristige Wirkung haben, das primäre Ziel besteht wohl jedoch darin, den panischen Ausverkauf an heimischen und ferner an internationalen Aktienmärkten zu stoppen. Dies wurde bisher nur mit einem mäßigen Erfolg gekrönt.

Während die europäischen Handelsplätze am Dienstag kräftige Kurssteigerungen verzeichnen konnten, schlossen die US- sowie chinesische Börsen erneut im Minus. Am Mittwoch ging es für den Dax abwärts und die Wall Street legte deutlich zu.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Wie es weiterlaufen wird, hängt unseres Erachtens stark von der Entwicklung in den USA ab. Sollten die dortigen Aktienindizes weiterhin unter Druck bleiben, wird es auch für den Rest der Welt extrem schwierig sein, sich diesem negativen Trend entgegenzusetzen und vice versa.

Mit all den Turbulenzen an Aktienmärkten im Vordergrund ist das erneut gute Abschneiden des ifo Geschäftsklima-Index in den Schatten geraten. Die Geschäftserwartungen sind zwar gesunken, die aktuelle Lage der deutschen Unternehmen wird aber nach wie vor als sehr gut eingeschätzt. Die sogenannte „ifo Uhr“ bewegt sich somit nach wie vor im Boom-Bereich.

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