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02.06.2016

18:27 Uhr

Musterdepots

Die italienische Börse hat Potenzial

Musterdepot-Stratege Alexander Kovalenko glaubt, dass die Reformen des italienischen Ministerpräsidenten Matteo Renzi erste Wirkungen zeigen. Das könnte den dortigen Aktienmarkt jahrelang beflügeln.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

FrankfurtWie sich an den Terminkontrakten auf den US-Leitzins, der sogenannten Fed Funds Target Rate, ablesen lässt, gingen die Marktteilnehmer noch bis vor kurzem davon aus, dass es, wenn überhaupt, maximal eine einzige Zinserhöhung in diesem Jahr geben würde. Nachdem die US-Notenbank in ihrem Protokoll der letzten FOMC-Sitzung davon sprach, dass man schon im Juni die Zinsen erhöhen könne, falls sich die Wirtschaft im zweiten Quartal erhole, sich der Arbeitsmarkt weiter verbessere und die Inflationsrate in die Nähe der Zielmarke von Prozent tendiere.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Nun geht der Markt mit einer höheren Wahrscheinlichkeit davon aus, dass es auf der FOMC-Sitzung am 14. und 15. Juni zu einer Zinserhöhung kommen wird. Mehr als zwei Zinserhöhungen dürfte es in diesem Jahr jedoch nicht geben, und auch der Juni-Termin ist noch alles andere als gesetzt.

Denn zum einen kommt es eine Woche nach der FOMC-Sitzung zu der „Brexit“-Abstimmung in Großbritannien und das bisherige Agieren von Fed- Präsidentin Yellen spricht dafür, dass die Fed sich im Vorfeld eher vorsichtig verhalten und die Zinsen nicht anheben wird. Zum anderen ist nicht klar, ob bis Mitte Juni schon genügend Daten verfügbar sind, die eine Zinserhöhung vertretbar erscheinen lassen.

Denn selbst wenn sich die Wirtschaft im zweiten Quartal erholt, wird das reale US-BIP in diesem Jahr nur um knapp zwei Prozent wachsen. Das sind keine Rahmenbedingungen, die zwangsläufig für eine restriktivere Geldpolitik sprechen.

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