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15.02.2017

17:10 Uhr

Musterdepots

Die Kleinen ganz groß

Der Wind der US-Rally reicht bis in die zweite und dritte Frankfurter Reihe. Während Musterdepotautor Sönke Niefünd die Gründe für das dicke Plus nennt, warnt Georgios Kokologiannis vor Übertreibungen an den Märkten.

Sönke Niefünd

Sönke Niefünd

Sönke Niefünd

FrankfurtDie Börsen in Europa sind von ihren Tageshöchstkursen wieder etwas zurückgefallen. Gesucht sind unverändert kleinere Titel. Das hat den SDax, in dem 30 kleinere deutsche Unternehmen enthalten sind, erstmals in seiner Geschichte über 10.000 Punkte steigen lassen. Der MDax in dem 50 mittelgroße Unternehmen enthalten sind, ist den vierten Börsentag in Folge auf ein Rekordhoch geklettert.

Sönke Niefünd

Der Anleger Niefünd

Das Anlageziel besteht darin, nachhaltig zu investieren und dabei einen langfristigen Vermögenszuwachs zu erzielen. Dazu werden je nach Einschätzung der Wirtschafts- und der Börsenaussichten Wertpapiere erworben und veräußert. Dabei wird besonders auf die Risikostreuung geachtet.

Der Stratege Niefünd

Unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeitskriterien der Themengebieten Umwelt (Environment), Soziales (Social) und Unternehmensführung (Governance), auch ESG-Ansatz genannt. Das Mandat wird aktiv gemanagt, gleichzeitig werden jedoch strategisch langfristig Positionen gehalten. Wir verfolgen die Umsetzung der „Politik der ruhigen Hand“. Es werden Fonds, ETFs und Einzeltitel gekauft, die unseren Kriterien erfüllen. Die Auswahl der Einzeltitel erfolgt in den Themengebieten innerhalb der 4 Säulen Wirtschaftliches, Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG-Ansatz). Ausgewählte Wertpapiere haben in jedem Bereich mindestens 65 Punkte von 100 Punkten im Bereich der Nachhaltigkeit. Zudem kommen Negativkritieren und ein Best-in-Class Ansatz bei der Einzeltitelauswahl zum Tragen.

Die Regeln Niefünd

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Sönke Niefünd hat allerdings zum 1. August 2016 das Depot von Daniel Hupfer von der M.M. Warburg übernommen. Den Kommentatoren steht es frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die Stimmung an den Börsen profitiert zur Wochenmitte von den jüngsten Aussagen der US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen. Die Federal Reserve schätzt die Lage der US-Wirtschaft positiv ein, dies sorgte für erneute Rekordstände am US-Aktienmarkt.

Aber auch die Saison der Quartalsberichte der Unternehmen liefert Argumente, am Aktienmarkt einzusteigen. Mit der Aussicht auf steigende Zinsen stellt der Bankensektor den größten Gewinner und legt um 1,4 Prozent zu. Commerzbank steigen um 2,3 Prozent und Deutsche Bank um 2,2 Prozent.

An unserer Allokation im Portfolio verändern wir aktuell nichts, denn wir fühlen uns mit einer Aktienquote in Höhe von 39,5 Prozent, Renten mit 36,7 Prozent, 4,1 Prozent in der nicht-traditionellen Asset-Klasse und 19,7 Prozent Liquidität wohl.

Kommentare (1)

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Frau Edelgard Kah

16.02.2017, 16:21 Uhr

Sehr geehrte Herren,

vielleicht sollten wir einmal über das Thema "Investmentphilosophie" diskutieren. Ich beginne mit einem Blick in den Rückspiegel. DAX und MDAX wurden am 1.7.1988 gegründet. Seither sind fast 29 Jahre verflossen. Wer Mitte 1988 100 000 EUR in den DAX investiert hat, besitzt heute 1,2 Millionen EUR. Bei einer Investition in den MDAX sind es 2,3 Millionen EUR.

Aber Anfangs- und Endpunkt zu betrachten, reicht natürlich nicht aus. Im Langfristchart sind die als sehr heftig erlebten Schwankungen nur kleine Zacken nach oben oder unten. Wenn man von diesen kleinen Zacken abstrahiert, sieht man die Generalrichtung: Es geht eindeutig nach steil nach oben.

Wenn dem so ist und weil dem so ist, gibt es eigentlich nur eine einzige Regel: Man muß seine Füße stillhalten und trotz der immer wiederkehrenden Hoffnungen und Befürchtungen nie in das Depot eingreifen. Immer investiert bleiben, auch wenn die Befürchtungen noch so groß sein mögen.

Zum Schluß ein Axiom, das ich hier aus Platzgründen nicht näher erläutern kann: Ich glaube, dass ein aktives Management die Renditen schmälert.Als Beleg darf gelten, dass 90 % aller Fondsmanager ihre benchmark nicht erreichen. Auf lange Sicht gesehen, wahrscheinlich überhaupt niemand. Den Index zu schlagen ist vergleichbar mit der Kunst, sich zu kratzen bevor man weiß wo es juckt.

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