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20.03.2014

19:07 Uhr

Musterdepots

Die langfriste Perspektive zählt

Ein mögliches baldiges Ende der US-Geldschwemme trifft bei unseren Redakteuren auf ein geteiltes Echo. Während Georgios Kokologiannis bereits jetzt auf Nummer sicher geht, bleibt Daniel Hupfer weiter voll investiert.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Die Kommentare der Börsenoptimisten zum fortgesetzten Ausstieg der US-Notenbank aus ihrer ultralockeren Geldpolitik klingen für mich wie das Pfeifen im Walde. Grundtenor:  Alles halb so wild, die Rally an den Aktienmärkten werde trotzdem weitergehen. Es gäbe einen fließenden Übergang von einer liquiditätsgetriebenen zu einer durch Gewinnwachstum der Unternehmen befeuerten der Hausse.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Pustekuchen. Fakt ist: In den vergangenen fünf Jahren haben sich die Kurse an den Aktienmärkten wegen der ungehemmten Liquiditätsflut völlig abgekoppelt von der Entwicklung der Realwirtschaft. Das streiten auch die Bullen nicht ab. Was sie aber noch nicht ganz wahrhaben wollen: Dieser Effekt wird auch im entgegengesetzten Fall wirken.

Spätestens mit der sich immer deutlicher abzeichnenden US-Leitzinswende im Frühjahr 2015 werden sich die Notierung selbstverständlich wieder dem tatsächlichen Ertragswert der Unternehmen annähern  - im Klartext:  unterm Strich lange Zeit bestenfalls stagnieren, zwischenzeitlich auch stärker nachgeben. Die entscheidende Frage ist bloß: Ab wann werden die Märkte anfangen, das sichtbar zu antizipieren? Ich gehe auf Nummer sicher und bleibe bei meiner vorsichtigen Depotausrichtung.

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

20.03.2014, 20:07 Uhr

@Hr. Kokolores: Interessant, wie inzwischen die gedankliche Positionierung als Permabear am Total Return knabbert...aber keine Überraschung.

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