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27.01.2015

18:57 Uhr

Musterdepots

Die Lust am Risiko steigt

Nach jahrzehntelanger Treue zum Sparbuch sind Bundesbürger bereit, ihr Geld risikoreicher anzulegen, zeigt eine neue Studie. Unterdessen überdenken unsere Autoren nach den jüngsten Kursrücksetzern ihre Depots.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Anders als von vielen Experten immer wieder gerne unterstellt wird, nimmt die Risikobereitschaft deutscher Anleger durchaus zu. Da zeigen die Ergebnisse einer aktuellen Studie des Fondsanbieters Gothaer Asset Management. Demnach bleibt das Sparbuch zwar trotz minimaler Renditen das beliebteste Anlagevehikel der Bundesbürger: Rund die Hälfte der Umfrageteilnehmer geben an, dort ihr Geld anzulegen.

Gleichzeitig aber zeigt sich inzwischen aber ein Viertel der Befragten bereit, bei der Geldanlage ein höheres Risiko einzugehen - vor einem Jahr waren es nur fünf Prozent der Befragten. Auf einen Wert von 24 Prozent hat sich der Anteil derjenigen knapp verfünffacht, die inzwischen nach eigenen Angaben auch in Investmentfonds Kapital anlegen. 16 Prozent der Umfrageteilnehmer setzen sogar auf Einzelaktien – ein Plus von 12 Prozentpunkten.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Direktinvestitionen ohne Absicherung durch spezielle Zertifikate oder Optionsscheine würde ich in meinem Depot erst bei deutlich niedrigeren Notierungen in Erwägung ziehen. Trotz des jüngsten Kursschubs an den Börsen bleibe ich bei meiner defensiven Depotausrichtung.

Ich setze auf defensive Anlagezertifikate, die das Portfolio vor größeren Schwankungen schützen. Damit versuche ich auch langfristig mein übergeordnetes Anlageziel zu erreichen: Eine möglichst kontinuierlich erzielte Rendite zwischen sechs und acht Prozent pro Jahr – unabhängig davon, ob es an den Aktienmärkten gerade rauf- oder runtergeht.

Kommentare (5)

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Herr Peter Baumann

28.01.2015, 08:38 Uhr

Hallo,

im Handelsblatt Musterdepot von Georgios Kokologiannis war bis vor kurzem noch das Reverse Bonus Zeritifkat 10800 2015/03 auf den DAX (WKN: GT8MTD) enthalten. Bei diesem wurde die Bariere am 26.01.2015 gerissen, d.h. der Bonus ist verfallen.

Ich kann nur dieses Zertifikat nicht mehr im Musterdepot finden, und sehe auch keinen Hinweis in den Artikeln, dass dieses Zertifikat verkauft wurde. Gibt es eine Möglichkeit, die Trades im Musterdepot nachträglich nachzuvollziehen? Bzw. wieso wird nicht im Artikeltext erwähnt, dass das Zertifikat verkauft wurde?

Juan Garcias

28.01.2015, 08:46 Uhr

Das ist richtig und in meinen Augen sehr schwach. Dann kann man die Rubrik auch gleich zumachen.

@Herr Kokologiannis

Schwache Nummer den Verlust / Tausch noch nicht mal zu erwähnen.

@Herr Hupfer
Was ist mit der Telecom Italia Anleihe? Doch 100.000 Stückelung und dafür den VTG Hybrid seit gestern?

Juan Garcias

28.01.2015, 08:50 Uhr

Dafür schreibt er ständig "Trotz des jüngsten Kursschubs an den Börsen bleibe ich bei meiner defensiven Depotausrichtung." - dass ihn das Goldman-Zertifikat 2.000-3.000 Euro (2-3% Performance) gekostet hat, dass erwähnt er nicht. Nur die tollen Gewinne.

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