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01.06.2016

16:14 Uhr

Musterdepots

Die Nachteile von Immobilien-Investments

Musterdepotstratege Georgios Kokologiannis erwartet in den kommenden Monaten kein Ende des Auf und Ab an den Finanzmärkten. Und Alexander Kovalenko plädiert für ein diversifiziertes Portfolio.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtEin Ende des Auf und Ab an den Aktienmärkten ist in den kommenden Monaten nicht zu erwarten. Um derzeit an der Börse Geld zu verdienen, müssten Anleger daher ihr Portfolio aktiv managen. Das geht aus dem am Mittwoch in Frankfurt vorgestellten Finanzmarktausblick der Schweizer Bank Julius Bär für das zweite Halbjahr hervor. Ich schließe mich dieser Einschätzung an – die ich allerdings bereits seit langem vertrete.

Schon seit Auflegung der Musterdepots Anfang 2014 habe ich an dieser Stelle immer wieder erläutert, dass die Zeit des mühelosen Geldverdienens an der Börse durch „Kaufen und Liegenlassen" vorbei ist. Erfolgversprechender sei: Sehr gezielte Titelauswahl, der Einsatz von Derivaten zur Absicherung des Portfolios und konsequentes Umschichten.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

So versuche ich auch in den kommenden Monaten meine übergeordneten Ziele zu erreichen: Eine möglichst konstante, langfristige Jahresrendite von durchschnittlich sechs bis acht Prozent.

Wichtig für Anleger sei jetzt laut den Fachleuten von Julius Bär in der Seitwärtsbewegung nicht die Nerven zu verlieren und etwa in Schwächephasen Aktien aufzustocken- und umgekehrt. Den Dax beispielsweise sehen die Geldprofis von Julius Bär bis Ende des Jahres zwischen rund 9500 und 10800 schwanken. Daher solle man dem „Marktmomentum nicht zu sehr verfallen“.

Im Klartext: Wer derzeit positive Renditen erzielen möchte, muss den Mut aufbringen, sich an möglichen Wendepunkten immer wieder auch mal gegen den Markttrend zu positionieren.

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