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25.09.2014

19:57 Uhr

Musterdepots

Die Notenbanken geben den Ton an

Ein Thema dominiert derzeit die Börsen: Die Geldpolitik der Notenbanken. Wann hebt die Fed die Zinsen an? Stellt die EZB weitere Finanzhilfen in Aussicht? Auch die Autoren der Musterdepots machen sich darüber Gedanken.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Nach den schwachen Konjunkturdaten der vergangenen Tage in Europa steigt aktuell die Wahrscheinlichkeit, dass die europäische Notenbank weitere Maßnahmen ergreift, um die Konjunktur zu stützen und deflatorische Tendenzen zu vermeiden. In der Folge verliert der Euro gegenüber dem US-Dollar derzeit kräftig an Wert. Während der Wechselkurs zu Beginn des Jahres 2014 bei etwa 1,38 Dollar lag, bekommt man aktuell nur noch etwa 1,27 Euro zirka pro Dollar. Dies entspricht einer Abwertung des Euro von nunmehr gut acht Prozent.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Da wir diese Entwicklung bereits seit längerer Zeit antizipiert haben, liegt unser US-Dollar Exposure im Depot mit etwa 30 Prozent relativ hoch. Dies ist die höchste Gewichtung des US-Dollar in unserer Allokation seit vielen Jahren. Vor dem Hintergrund der aktuell auseinanderlaufenden konjunkturellen Entwicklungen in den USA und Europa sowie einer tendenziell restriktiver werdenden Geldpolitik in den USA, während die EZB über zusätzliche Expansionsmaßnahmen nachdenkt, rechnen wir mit einer anhaltenden Stärke des Greenback.

Die Investments im US-Dollar sind derzeit zu 20 Prozent in Aktien und Aktienfonds und etwa zu zehn Prozent in Anleihefonds. Bei den Aktien handelt es sich um die Blue Chips CVS Health und US Bancorp. Darüber hinaus sind wir in marktbreiten ETF auf den S&P 500 sowie die Nasdaq-100 investiert. Im Bereich der Anleihen halten wir Beimischungen in amerikanischen Hochzinsanleihen sowie Schwellenländeranleihen auf USD-Basis für interessant. Beide Anlageklassen decken wir aufgrund einer breiten Streuung über ETF ab.

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