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19.10.2015

19:51 Uhr

Musterdepots

„Die OMV-Aktie ist unterbewertet“

Der österreichische Öl- und Gas-Konzern OMV hat seine Ölpreisprognose für die nächsten drei Jahre um jeweils etwa 25 Prozent deutlich nach unten korrigiert. Warum Alexander Kovalenko OMV trotzdem im Depot behält.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Viele Kapitalmarktteilnehmer hatten in der Vergangenheit aufgrund der Staatsschuldenkrise und dem niedrigen Zinsniveau europäische Unternehmensanleihen mit Investmentgrade schon als den neuen „sicheren Hafen“ proklamiert. Aber spätestens mit dem Beginn des laufenden Jahres ist klar, dass mit Unternehmensanleihen auch signifikante Risiken verbunden sind.

Dies spiegelt sich deutlich in der Performanceentwicklung des breiten IBOXX Index wider, der seit Jahresbeginn mit -1,1% deutlich hinter dem Index für Staatsanleihen (+1,6%) und High-Yield-Unternehmensanleihen (+0,51%) liegt. Die Gründe für die aktuelle Schwäche von Unternehmensanleihen sind im Wesentlichen an den immer wieder auftretenden Unsicherheiten über die Entwicklung in den Emerging Markets, die Rohstoffpreisentwicklung und die Leitzinsentwicklung in den USA sowie der ausgeprägten Illiquidität im Unternehmensanleihen-Segment festzumachen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Dennoch sind aus unserer Sicht auch für die Zukunft Unternehmensanleihen mit Investmentgrade unverzichtbar bei der Portfoliokonstruktion. Denn vielen Investoren ist aufgrund ihrer Anlagerichtlinien der Zugang zum High-Yield Segment versperrt. Das bedeutet, dass alleine schon aus Gründen der Diversifikation die Nachfrage nach Unternehmensanleihen mit Investmentgrade ungebrochen bleiben wird.

Auch erwarten wir, dass bei Ausbleiben weiterer Einzelrisiken und einer anhaltend expansiven Geldpolitik der EZB die Suche nach Rendite nach und nach wieder Oberhand gewinnen wird. Auf Sicht der nächsten sechs Monate sollten sich die Spreads von Unternehmensanleihen daher wieder einengen. Allerdings wird das Tempo der Einengung wohl deutlich langsamer sein als bei der vorherigen Ausweitung.

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