Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

30.10.2014

22:38 Uhr

Musterdepots

Die Problematik der volatilen Seitwärtsbörsen

Unternehmensbilanzen bewegen die Märkten. Auch bei den Musterdepots macht sich der Zahlenreigen bemerkbar. Ebenfalls im Fokus der Autoren: Die Konjunktur in Amerika.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Immer wieder wurde an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Ertragsschätzungen der Analysten für deutsche Konzerne viel zu optimistisch sind. Die prognostizierten Kurs-Gewinn-Verhältnisse (KGV) für den Dax entsprechend deutlich zu niedrig. Bedenklich fand ich schon seit Anfang des Jahres, dass sich die Aktienkurse immer extremer von fundamentalen Wirtschaftsdaten abgekoppelt haben.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Es überrascht mich daher nicht, dass nun immer mehr Unternehmen ihre Geschäftszahlen und -aussichten nach unten korrigieren, statt – wie von den Experten herbeiorakelt worden war – die Daten nach oben zu schrauben. So wie jetzt Linde: Der Industriegase-Konzern senkt am Donnerstag seine Wachstumsziele für die kommenden Jahre. Die sich eintrübende Konjunktur macht dem Unternehmen zu schaffen.

Bereits seit 2010 gelingt es den Dax-Firmen unterm Strich nicht mehr, nennenswerte Zuwächse der Ergebnisse je Aktie zu erreichen. Ich bleibe daher bei meiner Einschätzung, die ich seit Anfang Januar vertrete: Die Aktienmärkte werden sich stark schwankend seitwärts entwickeln. Der Dax dürfte in den kommenden Monaten zwischen knapp unter 9000 und 10.000 Punkten hin- und herpendeln. Nur wegen der unterm Strich anhaltend ultraexpansiven Geldpolitik rechne ich nicht mit dauerhaften, stärkeren Einbrüchen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×