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10.06.2014

18:55 Uhr

Musterdepots

Die Renditesuche wird schwieriger

Der Dax feiert seine 10.000 Punkte und steigt weiter. Doch die Luft da oben wird immer dünner. Mit deutschen Aktien Geld lässt sich kaum noch Geld verdienen. Die Autoren blicken deswegen auf ausländische Einzelwerte.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Die Aktien von Marine Harvest haben sich in den vergangenen Tagen sehr gut entwickelt und konnten den hohen Dividendenabschlag von fünf Norwegischen Kronen wieder wettmachen. Als einer der größten Anbieter von Meeresfrüchten und weltweit führendes Unternehmen bei Zuchtlachs konnten die Norweger Umsätze und Gewinne in den vergangenen Jahren stetig steigern und gut in das Jahr 2014 starten. Diesen Trend wollen die Norweger auch im Gesamtjahr 2014 fortsetzen. Insbesondere in den Schwellenländern ist die Nachfrage nach Lachsen deutlich gestiegen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

In China konnte das Unternehmen zuletzt etwa 27 Prozent, in Brasilien sogar 31 Prozent zulegen. Aufgrund der aktuell hohen Lachspreise, der steigenden Nachfrage und einer sehr guten Finanzsituation des Unternehmens halten wir den Konzern für gut aufgestellt und rechnen mit einem starken Jahr 2014. Die ausgeschüttete Dividende entspricht einer Dividendenrendite von etwa 6,7 Prozent. Da das Bewertungsniveau von Marine Harvest gleichzeitig relativ moderat ist, entspricht das Unternehmen unserem Qualitätsstandard, den wir bei der Aktienauswahl zugrunde legen.

Auch die Aktien des italienischen Versorgers Enel haben nach mehrmonatiger Seitwärtsphase ein neues Jahreshoch erklommen. Die konjunkturelle Erholung in Europa, insbesondere in Italien und Spanien, sollte dem Konzern in 2014 helfen, den zuletzt zurückgegangenen Stromumsatz wieder zu steigern. Zusätzlich sollte Enel davon profitieren, die Kapazitäten in den Schwellenländern weiter auszubauen. Aktuell lassen wir die Gewinne bei Enel weiter laufen und bleiben investiert.

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