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24.05.2016

20:42 Uhr

Musterdepots

Die Ruhe vor dem Sturm

In einer Handelsblatt-Umfrage prognostizierten viele Banken einen kräftigen Anstieg des Dax - doch die Realität ist eine andere. Jetzt wird klar: Mit Staatsanleihen hätten Investoren deutlich mehr verdient als mit Aktien.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Finger weg von vermeintlich sicheren Häfen wie Staatsanleihen sowie Edelmetallen - und stattdessen rein in den angeblich viel günstiger bewerteten Aktienmarkt. So lautete Ende vergangenen Jahres nahezu unisono die Empfehlung der meisten Investmentprofis für die kommenden zwölf Monate.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Beim Dax etwa prognostizierten damals in einer Handelsblatt-Umfrage 35 Banken im Schnitt einen kräftigen Indexanstieg auf knapp 11.800 Punkte. Die Realität ist bisher eine andere. Anleger wären besser gefahren, wenn sie das Gegenteil des Empfohlenen umgesetzt hätten. Das veranschaulicht eine aktuelle Auswertung von JP Morgan.

Nachdem die Börsen die ersten einhundert Handelstage 2016 hinter sich haben, zieht die US-Bank jetzt einen Zwischenbilanz: Die meisten Aktienmärkte bewegen sich demnach seit Jahresanfang unterm Strich nur seitwärts. Zwischenzeitlich sind die Notierungen hier sogar deutlich abgerutscht. Mit Staatsanleihen konnten Investoren dagegen bisher im Mittel mehr als acht Prozent verdienen. Der Goldpreis legte sogar um rund ein Viertel zu.

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