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13.02.2014

18:19 Uhr

Musterdepots

„Die Schere wird sich schließen“

Daniel Hupfer glaubt an die kriselnde Bankenbranche Südeuropas. Und Georgios Kokologiannis erklärt, wie der Dax den Vorsprung zum Dow halten kann, auch wenn die Stimmung jenseits des Atlantiks besser ist als hierzulande.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Von der neuen Präsidentin der amerikanischen Notenbank Janet Yellen erwarten wir eine Beibehaltung des bisherigen geldpolitischen Kurses der US-Notenbank. Die Geldpolitik wird expansiv bleiben, selbst wenn die US-Arbeitslosenquote unter die Schwelle von 6,5 Prozent fällt, wird die Notenbank mit Zinserhöhungen warten.

Die Fed hat angekündigt, die monatlichen Anleihekäufe in Höhe von 85 Milliarden US-Dollar im Januar und Februar jeweils um 10 Milliarden US-Dollar zu reduzieren. Unter der Annahme, dass die Notenbank die aktuelle Geschwindigkeit des Tapering beibehält, wird sich die US-Notenbankbilanz fast das ganze Jahr 2014 weiter ausweiten.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Da derzeit auch von den Notenbanken in der Eurozone, Großbritannien und Japan weiterhin expansive Impulse ausgehen, sollte das gute Umfeld für risikobehaftete Anlagen zunächst Bestand haben.

Von der Unternehmensseite gab es heute wieder eine wahre Datenflut. Aus dem Bankensektor berichtete BNP Paribas weniger gut. Frankreichs größte Bank überraschte mit einem sehr niedrigen Nettogewinn von 127 Millionen Euro, ein Jahr zuvor waren es noch 519 Millionen Euro.

Hintergrund ist insbesondere eine Rückstellung für Rechtsstreitigkeiten in den USA. Wir rechnen für den Bankensektor insgesamt mit einem guten Jahr 2014, insbesondere die südeuropäischen Banken sollten Aufholpotential haben. Hintergründe für diese Einschätzung sind die zunehmende Konjunkturerholung und eine zunehmende Bereinigung der Kreditportfolien bzw. von Altlasten aus der Finanzmarktkrise.

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