Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

27.08.2015

18:48 Uhr

Musterdepots

Die Schleusen bleiben offen

Die weltweiten Finanzmarkt-Turbulenzen, ausgelöst in China, bringen die Pläne der Notenbanken gehörig durcheinander. Alexander Kovalenko nimmt die Statements der Geldpolitiker von EZB und Fed genauer unter die Lupe.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

William Dudley – der Präsident der Fed von New York – sagte am Mittwoch, dass die Zinswende bereits im nächsten Monat ihm „weniger zwingend als noch vor ein paar Wochen“ erscheine. Die von China ausgehenden Risiken stimmen nun offensichtlich auch die US-Notenbanker spürbar vorsichtiger. Viele Markteilnehmer sehen in so einer Äußerung eine gesunkene Wahrscheinlichkeit der Zinserhöhung im September.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die nächste FED-Sitzung findet am 16. und 17. September statt. Um die Aktivitäten der Europäischen Zentralbank kursieren ebenfalls Gerüchte, dass das  im März gestartete Anleihekaufprogramm ausgeweitet werden könnte. Laut dem Chefvolkswirt der EZB Peter Praet sei die Notenbank bereit, die Intensität des Programms zusätzlich zu erhöhen. Grund dafür sind die Schwierigkeiten, die Teuerungsrate der Eurozone auf die gewünschten zwei Prozent zu bringen.

Die Kreditvergabe an Unternehmen hat im vergangenen Monat zwar mit 0,9 Prozent die höchste Wachstumsrate seit Anfang 2012 verzeichnet, die erneut fallenden Ölpreise sowie die konjunkturellen Unsicherheiten in China, setzen die Inflation unter Druck. Vieles spricht dafür, dass die Notenbanken noch lange Zeit im „Liquiditätsbereitstellung“-Modus bleiben, was trotz bestehender Risiken die Aktienmärkte mittelfristige unter die Arme greifen sollte.     

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×