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02.05.2016

20:26 Uhr

Musterdepots

Die Stimmung hellt sich auf

Das erste Jahresquartal ist für die US-Wirtschaft schwach verlaufen. Doch Anleger müssen sich keine Sorgen machen, so die Einschätzung von Daniel Hupfer. Die ersten Frühindikatoren haben sich wieder gebessert.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

DüsseldorfDie US-Wirtschaft ist im 1. Quartal auf das Jahr hochgerechnet mit einer Rate von nur 0,5 Prozent gewachsen. Seit der Finanz- und Wirtschaftskrise im Jahr 2008 waren die ersten drei Monate schon häufig die schwächsten im gesamten Jahresverlauf, sodass wir auch dieses Mal die Daten nicht überbewerten wollen. Zudem haben sich viele Frühindikatoren zuletzt wieder verbessert.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Vor allem für die US-Industrieunternehmen beginnen sich die Perspektiven wieder aufzuhellen, da die lange Zeit zu hohen Lagerbestände reduziert wurden und vom US-Dollar mittlerweile kaum noch Gegenwind ausgeht. Verzeichnete die amerikanische Währung im vergangenen Jahr noch eine Aufwertung von zeitweise 20 Prozent gegenüber vielen anderen Handelspartnern, so ist der Greenback mittlerweile rund 5 Prozent günstiger als noch vor 12 Monaten. Diese Entlastung wird sich in den nächsten Quartalen auch in den Ergebnissen der international tätigen Unternehmen positiv bemerkbar machen.

Wie üblich haben die Unternehmensanalysten im Vorfeld der US-Berichtssaison ihre Gewinnschätzungen deutlich nach unten korrigiert. Hiervon waren vor allem der Energiesektor, aber auch Finanztitel überdurchschnittlich stark betroffen. Während das Wohl der Finanztitel vor allem von der weiteren Zinspolitik der US-Notenbank abhängt, hängen die Gewinne der Energiekonzerne in erster Linie am Ölpreis. Die Erholung des Ölpreises spiegelt sich bislang kaum in den Gewinnprognosen wider, sodass wir den Sektor mittlerweile wieder für attraktiv halten.

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