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09.02.2014

12:23 Uhr

Musterdepots

Die Woche der Finnen

Im Social-Trading-Depot von Alexander Kovalenko punkten die finnischen Einzeltitel. Und Privatbank-Stratege Daniel Hupfer klärt auf über den Unterschied von gefühlter und tatsächlicher Berichtssaison.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Das deutsche Bundesverfassungsgericht hat eine für die EU extrem wichtige Frage – ob die Europäische Zentralbank unbegrenzt die Staatsanleihen der angeschlagenen EU-Länder kaufen darf – an den Europäischen Gerichtshof verwiesen. Über künftige Gerichtsentscheidung kann man derzeit nur spekulieren.

Aus den USA wurde Freitagnachmittag ein Beschäftigungsbericht erwartet. Die Marktteilnehmer rechneten mit eher positiven Daten. Die europäischen Börsen starteten dementsprechend mit leichten Kurssteigerungen in den Handel.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Die klaren Wochengewinner im Aktienkernportfolio waren die beiden finnischen Einzeltitel: Neste Oil (ca. plus zehn Prozent seit Kauf) sowie UPM Kymmene (circa plus acht Prozent). Der Katalysator für Kurssprung bei Neste Oil war ein positiv überraschender Quartalsgewinn, UPM Kymmene hat durch einen guten Branchenausblick von Konkurrenten Stora Enso profitiert.

Lässt sich mit Pay-TV in Deutschland doch Geld verdienen? Während Kritiker das seit Jahren anzweifeln, zeigt sich Sky Deutschland zunehmend optimistischer dieses Ziel zu erreichen. Das Unternehmen sieht die am Donnerstag veröffentlichen Zahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr als Bestätigung einer eingeschlagenen Strategie.

Obwohl viele Analysten skeptisch bleiben, ist die Aktie seit nunmehr zwei Jahren kontinuierlich gestiegen. Davon konnten auch zahlreiche wikifolio-Trader profitieren, die bei Sky noch vor dem Kurssprung zugegriffen hatten.

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