Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

28.09.2014

17:18 Uhr

Musterdepots

Diversifikation zahlt sich aus

Dax-Werte der Automobilbauer und aus dem Chemiesektor rutschten zuletzt kräftig ab. Für Daniel Hupfer allerdings kein Grund zur Sorge. Trotz der schlechten Entwicklungen sieht er noch immer günstige Bewertungen.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Der gestrige Tag an den Börsen hat unserem Portfolio zugesetzt. Gerade die im Dax notierten Unternehmen haben stark nachgegeben. Hier standen besonders die Aktien der Automobilbauer und aus dem Chemiesektor im Fokus. Bei BASF belasteten Nachrichten zum Öl- und Gasgeschäft des Unternehmens: Neue Überlegungen Russlands den Zugriff ausländischer Investoren zu beschränken würden BASF besonders betreffen, da ein wesentlicher Teil der Öl- und Gasreserven des Unternehmens in Russland lagert. Deren aktueller Wert wird mit mehr als 6 Mrd. EUR angegeben.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Sollte es hier zu konkreten Eingriffen seitens der dortigen Regierung kommen, müssen wir mit weiteren Kursturbulenzen in diesem Titel rechnen. Aber auch die Aktien von Volkswagen gaben nach. Die Unternehmenstochter MAN musste die Umsatz- und Gewinnprognose für das aktuelle Jahr senken. So wird der Umsatz in diesem Jahr deutlich unter dem des Vorjahres liegen. Trotz dieser schlechten Entwicklung sehen wir bei VW immer noch eine günstige Bewertung. Mit einem KGV von 8,32 für das aktuelle Jahr ist diese Aktie nach Betrachtung dieser Kennziffer preiswerter bewertet als vergleichbare Automobilbauer.

Im Gegenzug zu den schwachen Aktien konnten die Anleihen entsprechend an Wert gewinnen. Der aktuelle Bundfuture notiert wieder nahe den Höchstkursen von 149,70 Prozent. Die Rendite 10-jähriger Bundesanleihen reduzierte sich somit auf 0,96 Prozent p.a. Die von uns gehaltenen Anleihen aus Südeuropa profitierten in gleichem Maße. Seit Auflegung des Portfolios konnten die Anleihen um 12 Prozent an Wert gewinnen und somit stärker als die Aktien (6,5 Prozent) steigen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×