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07.08.2014

20:23 Uhr

Musterdepots

Durch Verlustminimierung zum Erfolg

In den USA stehen die Zeichen auf eine baldige Zinswende. Geogios Kokologiannis warnt daher vor einer Zunahme der Ausschläge an den Märkten. Für die Zeit nach dem Ende des billigen Geldes sieht er bereits schwarz.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Mittelfristig werden mit der immer wahrscheinlicher werdenden Zinswende der US-Notenbank die Ausschläge an den Finanzmärkten erheblich zunehmen - darin sind sich Experten einig. Kein Konsens herrscht jedoch darüber, wie es anschließend auf lange Sicht an den Börsen weitergehen wird.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Optimisten erwarten zumindest für den Aktienmarkt die Fortsetzung der über fünfjährigen Rally. Ihre Argumentation: Steigende Zinsen seien nichts anderes als ein Zeichen für starkes Wirtschaftswachstum, die Liquiditätsrally werde durch einen fundamental getriebenen Kursboom abgelöst.

Dagegen warnen Pessimisten vor einem Ende der Phase des leicht verdienten Geldes: So empfiehlt etwa Starinvestor Bill Gross Anlegern der Aussicht auf künftige Kapitalgewinne an Märkten für Vermögenswerte „gute Nacht“ sagen. Der weltweiten Wirtschaft bleibe nur noch ihre Abhängigkeit vom Wachstum übrig, um weiter voranzukommen – „und das ist und war zuletzt historisch betrachtet mangelhaft“, so Gross.

Ich schließe mich eher den Skeptikern an, und fühle mich daher wohl mit meiner vorsichtigen Depotaufstellung. Sie zielt darauf ab Verluste dauerhaft zu vermeiden und gleichzeitig auch in schwierigen Phasen einen kontinuierlichen Ertrag zu erzielen.

Kommentare (1)

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Herr Dr. Peter Lustig

08.08.2014, 09:13 Uhr

Na nu, ist das Depot von Herrn Hupfer "zufällig" nicht einsehbar, weil es irgendwie ein Sammelbecken der Rohrkrepierer der letzten Tage ist?

Danke für den Beleg, dass Vermögensverwalter ihr Geld wert sind. Noch letzte Woche war Herr Hupfer davon überzeugt, dass eine Übergewichtung von Aktien Sinn macht etc.

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