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24.06.2015

19:55 Uhr

Musterdepots

Eigentlich ist die Lage gut – ohne Grexit-Debatte

Die Debatte um die Staatsfinanzen Griechenlands hat die Märkte auch heute in Atem gehalten. Das überdeckt einige postive Daten, die als Zutaten für einen schönen Börsen-Sommer dienen können.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Das Münchner ifo-Institut hat am Donnerstag den aktuellen Geschäftsklimaindex veröffentlicht. Im Gegenteil zum Markit-Einkaufsmanagerindex, welcher am Vortag präsentiert wurde, musste der ifo-Indikator im Juni etwas nachgeben. Der Stand von 107,4 Punkten blieb hinter Analystenerwartungen, der Index befindet sich jedoch gleichzeitig nach wie vor auf einem relativ hohen Niveau. Das Thema „Griechenland“ drückt sicherlich die Stimmung deutscher Unternehmer.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Es scheint aber mittlerweile so zu sein, dass eine klare, eindeutige, wenn auch gleichzeitig aus kurzfristiger Sicht schmerzhafte Problemlösung besser wäre, als eine ewige Hängepartie. Natürlich sind genaue Auswirkungen eines eventuellen Austritts Griechenlands aus der Eurozone kaum prognostizierbar. Einige Unternehmensverbände und Top-Manager fordern nichtsdestotrotz einen Grexit, wenn Griechenland weiterhin keine Reformbereitschaft zeigt.

Mit dem griechischen Drama im Vordergrund ist der Konflikt mit Russland fast in Vergessenheit geraten. Vor kurzem wurden die EU-Sanktionen gegen die Russische Föderation verlängert, was für viele deutsche Unternehmen ebenfalls ein ernstes Problem darstellt. Die erwähnten politischen Problemfälle dürfen allerdings die nach wie vor für die deutsche Wirtschaft günstigen Rahmenbedingungen nicht in den Schatten stellen. Dazu gehören ein robuster Arbeitsmarkt, der eine starke Konsumfreude unterstützt, der schwache Euro sowie die niedrigen Energiepreise.

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