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02.07.2015

20:10 Uhr

Musterdepots

Ein Depot für alle Fälle

Zwei Händler unserer Musterdepots ziehen einen Bilanz. Für Georgios Kokologiannis ist eine kontinuierliche Rendite wichtig. Alexander Kovalenko setzt auf risikoreichere Anlagen. Wer fährt die bessere Strategie?

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Siebzehn Monate sind vergangen seit dem Start der Musterdepots. Zeit für die regelmäßige Zwischenbilanz: Insgesamt bin ich extrem zufrieden. Das Portfolio ist darauf ausgerichtet, kontinuierlich und schwankungsarm eine Rendite von sechs bis acht Prozent pro Jahr zu erwirtschaften.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Auf den Monat runtergerechnet, entspricht das einem Plus von 0,5 bis knapp 0,7 Prozent. Wichtig ist mir, diese Ziele in möglichst jeder Marktphase zu erreichen - selbst wenn es kräftig abwärtsgeht an der Börse. Im Gegenzug verzichte ich bei zwischenzeitlichen Übertreibungsphasen wie Anfang des Jahres auf besonders hohe Erträge. Und auch von den Rückgängen seit April konnte mein Depot profitieren.

Das liegt an dem Einsatz von speziellen Derivaten – wie zum Beispiel von Bonus- und Discountzertifikaten. Dazu passt auch die alljährliche Studie der Deutschen Bank, die die Wertentwicklung von Disocunter untersucht hat. Das Ergebnis: Knapp 60 Prozent der 60 Prozent der 101.739 untersuchten Discount-Zertifikate haben sich über die jeweilige Produktlaufzeit besser entwickelt als der ihnen zu Grunde liegende Basiswert. Bei Discountern kann man preiswerter in den Basiswert einsteigen, dafür ist der Gewinn begrenzt. Sie eignen sich für seitwärts tendierende Kurse, lediglich bei starken Kurssteigerungen haben sie gegenüber einem Direktinvestment das Nachsehen.

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