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16.02.2015

19:12 Uhr

Musterdepots

Ein Depot für unruhige Zeiten

Nachdem in der vergangenen Woche das Griechenland-Drama unsere Autoren beschäftigte, nehmen sie zum Wochenauftakt wieder einzelne Unternehmen unter die Lupe. Auf dem Programm stehen Aktien von ThyssenKrupp und Peugeot.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Der Essener Stahl- und Technologiekonzern ThyssenKrupp hat Ende vergangener Woche ordentliche Ergebnisse für das abgelaufene Quartal vorgelegt. So kletterte der Umsatz um zehn Prozent auf zehn Milliarden Euro und das EBIT stieg sogar um 29 Prozent auf 317 Millionen Euro. Der Konzernumsatz wurde insbesondere durch die Sparte „Technologies“ getrieben, während das europäische und amerikanische Stahlgeschäft Umsatzrückgänge zu verzeichnen hatte. Dies ist vor allem auf die weiter gefallenen Stahlpreise zurückzuführen.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Da allerdings der Preisverfall bei den Inputkosten noch stärker ausfiel, verbesserten sich die Margen und damit die Ergebnisse im Stahlbereich. Für das Jahr 2015 geht das Management von einem weiteren Umsatz- und Gewinnanstieg aus, so soll das EBIT mindestens bei 1,5 Milliarden Euro liegen. Wir werden unseren Aktienbestand zunächst weiter halten, sind allerdings nach dem jüngsten kräftigen Kursanstieg weniger euphorisch für die Aktie.

Neben dem sehr volatilen Stahlgeschäft bleibt bei ThyssenKrupp vor allem die Bilanz das große Problem. Der Cashflow lag mit 541 Millionen tief im negativen Bereich. Zudem verbuchte das Unternehmen weitere Aufwendungen für Pensionsrückstellungen. Folglich fiel die Eigenkapitalquote auf nunmehr 8 Prozent, während die Nettoverschuldung deutlich auf 4,2 Milliarden Euro angestiegen ist. Eine Kapitalerhöhung wurde allerdings vom Management vorerst ausgeschlossen.

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