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17.08.2015

20:15 Uhr

Musterdepots

Ein lohnenswertes Öl-Investment

Momentan befinden sich die Ölpreise im freien Fall. Genau der richtige Zeitpunkt, um in Öl-Papiere zu investieren, so Musterdepot-Autor Georgios Kokologiannis. Welche Anlagestrategie er für das „Schwarze Gold“ empfiehlt.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Wie bereits vor kurzem angekündigt, nehme ich ein spezielles Öl-Zertifikat in das Musterdepot (WKN: DG6AQ5). Knapp achteinhalb Prozent Gewinn lassen sich mit diesem eher defensiven Anlageinstrument in den kommenden sieben Monaten erzielen. Einzige Bedingung: Der Preis für Erdöl der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) darf bis März kommenden Jahres nicht auf 37 Dollar je Barrel (159 Liter) einbrechen – so wenig kostete das „Schwarze Gold“ zuletzt vor mehr sechs Jahren, nach dem damaligen Crash am Energiemarkt.

Momentan notiert WTI bei 41,70 Dollar. Und ein Blick auf den Terminmarkt zeigt, dass Handelsprofis nicht nur davon ausgehen, dass sich der Ölpreis stabilisiert, sondern bis zur Rückzahlung des Zertifikats sogar zulegen dürfte: So kostet etwa US-Leichtöl zur Auslieferung im November mit rund 44 US-Dollar je Fass über zwei Dollar mehr als bei sofortiger Abnahme. Der Januar 2016-Future wird derzeit noch knapp zwei Dollar höher gehandelt. Mit Preissprüngen dieser Größenordnung geht es weiter bis zu den Kontrakten mit Fälligkeit im kommenden März.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Währungseffekte klammert das Bonuszertifikat aus – anders als die meisten anderen Rohstoff-Papiere. Die Entwicklung des Euro/Dollar-Wechselkurses beeinträchtigt die Zielrendite also nicht. Der Preis für diese Rohstoff-Spekulation mit Airbag: Mehr als die rund achteinhalb Prozent Ertrag sind damit nicht erreichbar.

Und: Erreicht die WTI-Notierung doch die entscheidende Marke von 37 Dollar, dann geht der Bonusmechanismus verloren und die Investition kann fortan zum Verlustbringer werden.

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