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11.07.2016

09:49 Uhr

Musterdepots

Ein schwieriges zweites Halbjahr

Die Unkenrufe aus der Konjunktur mehren sich. Die Schwierigkeiten für das deutsche Wirtschaftswachstum scheinen nicht weniger zu werden. Musterdepotstratege Alexander Kovalenko nimmt sich die jüngsten Zahlen vor.

Alexander Kovalenko

Alexander Kovalenko

Die deutsche Konjunktur hat ein weiteres Warnsignal erhalten. Laut Informationen des Statistischen Bundesamtes, welche am Freitag veröffentlicht wurden, sind die Exporte im Mai um 1,8 Prozent zum Vormonat geschrumpft. Die Volkswirte haben dabei mit einem leichten Wachstum gerechnet.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Nach den negativen Daten aus der Industrieproduktion und bei den Auftragseingängen ist dies bereits ein dritter Hinweis darauf, dass eine merkliche Verlangsamung des Wirtschaftswachstums im zweiten Quartal durchaus möglich ist. Es gibt bereits erste Expertenmeinungen, wonach das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland in den letzten drei Monaten sogar gefallen sein könnte. Der mögliche Austritt Großbritanniens aus der EU gießt ein weiteres Öl ins Feuer der Pessimisten.

Da Großbritannien für die deutschen Exporteure der drittgrößte Markt ist, erwarten sie einen signifikanten Rückgang der Ausfuhren auf die Insel – mit den entsprechenden Auswirkungen auf das Wirtschaftswachstum.  Ob dies Realität wird, werden wir in den nächsten Monaten erfahren.  Unser Portfolio blieb Anfang letzter Woche durch die Börsenturbulenzen  nicht unbetroffen, hat sich jedoch Ende der Woche wieder etwas erholt. Laut unseres Investmentprozesses ist es aktuell beinahe voll investiert.  

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