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01.02.2015

18:13 Uhr

Musterdepots

Ein vielversprechender Auftakt

Depotstratege Daniel Hupfer nimmt sich die Zeit und blickt auf einen turbulenten Januar zurück. Nicht nur geldpolitisch haben die ersten Wochen des Jahres einen interessanten Vorgeschmack auf die nächsten Monate gegeben.

Daniel Hupfer

Daniel Hupfer

Das neue Jahr hat fulminant begonnen. Wer schon 2014 für ein aufregendes Börsenjahr gehalten hat, der musste sich in den ersten vier Wochen des Jahres 2015 erst recht anschnallen. So ist der Ölpreis seit Jahresbeginn um weitere zehn US-Dollar je Barrel gesunken, was einem Preisrückgang von fast 20 Prozent entspricht. Der Euro wertet weiter ab, allein gegenüber dem Greenback seit Jahresbeginn um rund sieben Prozent.

Von daher kommt der Ölpreisrückgang bei uns in etwas geringerem Umfang positiv an als es in den USA der Fall ist. Die Notenbanken sorgten für reichlich Gesprächsstoff, indem beispielsweise die Schweizerische Nationalbank die Kopplung des Schweizer Franken an den Euro aufgehoben hat, wodurch der Franken gegenüber dem Euro um 15 Prozent aufgewertet wurde.

Daniel Hupfer

Der Anleger

Daniel Hupfer arbeitet für M.M.Warburg. "Wir präferieren die Direktanlage, das heißt im Wesentlichen kaufen wir Aktien und Anleihen, Fonds nur bei bestimmten Themen, wie China. Zertifikate grundsätzlich nicht", sagt er.

Die Strategie

Wir werden die "Handelsblatt"-Anlagestrategie offensiv ausrichten. Das bedeutet, unser Fokus liegt auf chancenorientierten Wertpapieren, wie beispielsweise Aktien. Aufgrund der anhaltenden Niedrigzinsphase und eines enormen Anlagedrucks halten wir Aktien und Unternehmensanleihen nach wie vor für attraktiv. Zwar sind Aktien nicht mehr günstig bewertet. Aufgrund unseres positiven Konjunkturszenarios sollten aber die Unternehmensgewinne weiter steigen und sich damit die aktuellen Kurs-Gewinn-Verhältnisse wieder relativieren. Wir halten die Region Europa für am interessantesten. Hier gibt es am Aktienmarkt noch Aufholpotential. Der US-Aktienmarkt ist etwas höher bewertet, allerdings sehen wir auch hier noch Potential.


Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Mit einer Wertentwicklung in unserem Depot von nunmehr etwa acht Prozent seit Jahresanfang und knapp 20 Prozent seit Beginn entwickelt sich unsere Anlagestrategie derzeit sehr zufriedenstellend.

Die nächsten Wochen werden an den Kapitalmärkten anspruchsvoll bleiben, denn die jüngsten Entwicklungen in der Politik sowie eine noch expansivere Politik der europäischen Notenbank beeinflussen das Marktgeschehen vehement. In der vergangenen Woche kündigte die EZB ein umfangreiches Anleihekaufprogramm von 60 Milliarden Euro pro Monat an, das im März beginnen und mindestens bis September 2016 aufrechterhalten werden wird.

Andere Notenbanken, wie zum Beispiel in Dänemark, aber auch in Indien und in der Türkei, haben ebenfalls reagiert und wegen sinkender Inflationsraten die Zinsen gesenkt. Und auch die Politik sorgte wieder für Schlagzeilen, indem in Griechenland ein neues Parlament gewählt wurde und der Wahlsieger, Alexis Tsipras vom Linksbündnis Syriza, ankündigte, die mit der Troika ausgehandelten Absprachen zum zukünftigen Reform- und Sparkurs aufzukündigen.

Kommentare (2)

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Herr Edgar Cayce

02.02.2015, 07:43 Uhr

Tja, Herr Redakteur. Wenn man so einfach ein Reverse Zertifikat austauschen kann & den Verlust damit verschweigt, dann erreicht man seine Ziele und ist ein Gewinner. Schwache Vorstellung. Hätte ihnen zumindest die Eier zugetraut dazu zu stehen. Peinlich.

Frau Julia Ehlert-Hoshmand

03.02.2015, 11:13 Uhr

Gute Tag Herr Cayce, besten Dank für Ihren Beitrag und Ihr Interesse an den Musterdepots. Die letzten Transaktionen in Zusammenhang mit Reverse-Bonuszertifikaten wurden am Freitag, den 23.1.2015 durchgeführt und sind in der Handelsblatt-Ausgabe vom darauf folgenden Montag dokumentiert. Die Online-Fassung/EPaper-Version der Ausgabe ist bereits seit Sonntag, 25.1.2015 abrufbar. Danach haben bisher keine weiteren Käufe oder Verkäufe stattgefunden. Ich hoffe Ihnen weitergeholfen zu haben. Sollten Sie Fragen oder Anregungen haben, stehen wir Ihnen jederzeit gerne zur Verfügung. Viele Grüße aus Frankfurt, Georgios Kokologiannis

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