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30.03.2016

16:52 Uhr

Musterdepots

Eine echte Zinswende wird es nicht geben

Nach den geldpolitischen Äußerungen von Janet Yellen rechnen viele Kapitalmarktprofis nur noch mit einem einzigen weiteren Zinsschritt. Unser Autor glaubt nicht daran, dass eine echte Zinswende bevorsteht.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Vier, zwei, eins, minus eins: Während die meisten Experten noch im Dezember vier Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed für 2016 vorhersagten, halbierten sie ihre Prognose in den vergangenen Wochen.

Und nach den jüngsten geldpolitischen Äußerungen von Janet Yellen am Dienstagabend rechnen viele Kapitalmarktprofis sogar nur noch mit einem einzigen weiteren Zinsschritt nach oben – wenn überhaupt.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Hintergrund: Die Fed-Chefin rudert inzwischen zurück und signalisiert, dass eine weitere geldpolitische Straffung keinesfalls ausgemachte Sache sei. Mehr noch: Sie könne sich vorstellen, die Zinsanhebung vom Dezember unter Umständen wieder rückgängig zu machen.

Die oberste US-Notenbankerin machte klar, dass die Fed einen „erheblichen Spielraum“ für stimulierende Maßnahmen habe, falls dies notwendig werden sollte. Bereits Mitte März hatten die Währungshüter das Tempo aus ihrer im Dezember begonnenen Zinswende herausgenommen, eine Leitzinsanhebung im April aber nicht ausgeschlossen. Die ist nun vom Tisch.

Nach dem Startschuss zur vermeintlichen geldpolitischen Normalisierung in den USA habe ich an dieser Stelle mehrfach erläutert, dass es eine echte Zinswende nicht geben wird – und diese unter immer neuen Vorwänden am Ende bis zum Sanktnimmerleinstag aufgeschoben wird. In dieser Einschätzung fühle ich mich nun erneut bestätigt.

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