Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

23.02.2015

19:51 Uhr

Musterdepots

Eine Frage des Goldes

Dem Gold-Comeback zum Jahresanfang folgte ein Verlustmonat. Bei solchen Notierungen schielt selbst Edelmetallskeptiker Kokologiannis auf die Krisenwährung. Derweil hält Stratege Hupfer ein Plädoyer für Europas Aktien.

Strategie für Anleger

Experte: Jetzt in Öl investieren

Strategie für Anleger: Experte: Jetzt in Öl investieren

Ihr Browser unterstützt leider die Anzeige dieses Videos nicht.

Die Halbwertzeit der Experteneinschätzungen wird auch am Edelmetallmarkt immer kürzer: Nachdem der Goldpreis vergangenen Monat kurz über die Marke von 1300 US-Dollar geklettert war, riefen Optimisten bereits das Comeback des Krisenmetalls aus. Auch viele Fondsprofis zeigten sich vergangenen Monat von weiter anziehenden Notierungen überzeugt. So rechneten laut der jüngsten Portfoliomanager-Umfrage von Bank of America Merrill Lynch 40 Prozent der Befragten damit, dass der Goldpreis binnen Jahresfrist steigen würde.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Doch nach dem vierten Wochenverlust in Folge ist die Notierung inzwischen wieder unter 1200 Dollar gerutscht - von Goldfieber keine Spur mehr:  Am US-Terminmarkt sind die Netto-Kaufpositionen laut der Nachrichtenagentur Bloomberg in den vergangenen fünf Handelstagen um knapp ein Fünftel gesunken. Portfoliomanager haben ihre Positionen damit so stark reduziert wie seit 15 Wochen nicht mehr.

Sollte Gold von inzwischen rund 1200 Dollar noch mindestens 100 Dollar nachgeben, dann würde sich das Metall einem Preisniveau annähern, das es selbst für Edelmetallskeptiker wie mich nicht ganz uninteressant erscheinen ließe. Hintergrund: Bei etwa 1100 US-Dollar liege eine Art langfristige Preisuntergrenze, behaupten Experten. So viel koste allein die Förderung im Schnitt. Tiefere Notierungen seien nur vorübergehend denkbar, da Goldminen sonst ihre Produktion einstellen würden.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×