Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

13.01.2015

20:12 Uhr

Musterdepots

Energietitel kaufen oder nicht kaufen?

Der Ölpreis ist seit Wochen im Fokus der Märkte. Viele Anleger fragen sich, ob jetzt ein günstiger Einstiegszeitpunkt sei. Die Autoren der Musterdepots haben diesbezüglich unterschiedliche Meinungen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

Bei den wegen des Ölpreisabsturzes arg gebeutelten Aktien der Energiebranche zeichnet sich eine Atempause für Investoren ab. Darauf deuten jetzt Indikatoren des Analysehauses Sentix. Die Fachleute untersuchen regelmäßig das Befinden der Anleger und ziehen daraus Schlüsse für die weitere Entwicklung an den Finanzmärkten.

Hintergrund: Zuletzt sei das sogenannte Sentiment für den europäischen Öl- und Gassektor auf ein so niedriges Niveau gefallen, dass dies als Kontraindikator zu interpretieren sei. Eine Kurserholung der Aktien sei wahrscheinlicher geworden. Die Experten erwarten allerdings lediglich eine vorübergehende Stabilisierung.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Andere Fachleute raten dagegen bereits jetzt auf ein Comeback von Öl-Titeln zu setzen. Dazu gehört etwa David Costin. Der Chef-Aktienstratege von Goldman Sachs empfiehlt Investoren wegen der niedrigsten Ölpreise seit über fünf Jahren keine Schweißausbrüche zu bekommen und stattdessen US-Energietitel zu kaufen.

Der Sektor wird derzeit zu weniger als dem dreizehnfachen des Gewinns gehandelt, während das Kurs-Gewinn-Verhältnis im Juni 2014 noch auf einem Dreijahreshoch bei 17 lag. Das zeigen Auswertungen des Wirtschaftsdienstes Bloomberg. Seit der Jahrtausendwende notieren die Aktien durchschnittlich bei einem KGV von 14. Kostins Einschätzung nach sei die Bewertung der Branche verglichen mit historischen Maßstäben sehr attraktiv.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×