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09.11.2016

19:19 Uhr

Musterdepots

Erfolgreiche Wette auf das Unwahrscheinliche

Schon im September hat die Entwicklung an der Wall Street auf einen Wahlsieg Trumps hingedeutet, meint Georgios Kokologiannis. Er hat sein Depot rechtzeitig abgesichert. Sönke Niefünd rechnet weiter mit volatilen Börsen.

Georgios Kokologiannis Pablo Castagnola

Georgios Kokologiannis

FrankfurtBereits im September wurde an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Entwicklung der Wall Street bei den US-Präsidentschaftswahlen auf einen Sieg Donald Trumps deutet. Nun ist das von den meisten Experten für unwahrscheinlich Gehaltene eingetreten. Da ich das Musterdepot frühzeitig gegen Turbulenzen abgesichert habe, übersteht es das Börsenbeben völlig schadlos – und markiert sogar ein neues Jahreshoch.

Ich habe die zeitweise deutlich vergünstigten Kurse genutzt, um die Cash-Quote zu verringern: Gekauft wurden neue Discount- (WKN: DT92GZ) sowie Sprintzertifikate (WKN: VN13U0) auf den Euro Stoxx 50, die sich auf den europäischen Aktienindex Euro Stoxx 50 beziehen. Die neuen Discountzertifikate erreichen bis Spätsommer kommenden Jahres eine Rendite von knapp zehn Prozent – selbst wenn der Euro Stoxx bis dahin nur auf der Stelle tritt.

Georgios Kokologiannis

Der Redakteur

Mit Geldanlagethemen beschäftigt sich der Diplom-Kaufmann beim Handelsblatt seit über 16 Jahren - davor bereits während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre und beim Finanzconsulting einer Unternehmensberatung.

Twitter: @kokologiannis

Die Strategie

"Mein Ziel ist es, eine durchschnittliche Rendite von sechs bis acht Prozent per annum zu erreichen – und das möglichst nervenschonend. Zwei Kernbestandteilen meiner Strategie: Erstens der Einsatz von Anlagezertifikaten und anderen Derivaten, mit denen sich zum einen Depotpositionen absichern lassen und die es zum anderen ermöglichen, auch von schwierigen Phasen an den Aktien- und Rohstoffmärkten zu profitieren. Zweitens arbeite ich bei risikoreicheren Engagements mit Stopp-Loss-Marken - das soll dazu beitragen, dass ich nicht zu lange an Fehlinvestitionen festhalte."

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Deutlich offensiver sind die neuen Sprintzertifikate, die bis Mitte Juni mögliche Kursgewinne der Euro-Land-Messlatte im Musterdepot doppelt in Rendite ummünzen. Gleichzeitig bieten sie auf dem gegenwärtigen Kursniveau einen Seitwärtsertrag von rund 4,5 Prozent. Umgerechnet entspricht das einer jährlichen Rendite von rund sieben Prozent, falls sich der Index mindestens auf seinem gegenwärtigen Niveau halten kann.

Einen maßgeblichen Grund dafür, dass sich die Aktienmärkte am Mittwoch im Handelsverlauf deutlich erholten, sehen Experten darin, dass die US-Währungshüter von einer baldigen Leitzinsanhebung in diesem Jahr nun Abstand nehmen könnten: Negative Ereignisse schienen die Wahrscheinlichkeit dafür zu erhöhen, dass die Notenbanken länger an ihrer expansiven Geldpolitik festhalten, sie ausweiteten oder zumindest nicht strafften, sagte etwa DZ Bank-Chefvolkswirt Stefan Bielmeier. Damit bleibe der Kurstreiber der letzten Jahre erhalten.

Unterstützung für die Märkte signalisierte zudem die Europäische Zentralbank (EZB): Ewald Nowotny, Österreichs Zentralbankchef und Mitglied im Rat der EZB, sagte, die Notenbanken seien auf Verwerfungen vorbereitet - notfalls auch auf Interventionen.

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