Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

08.05.2017

17:30 Uhr

Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Die Handelsblatt-Musterdepots und ihre Manager

Ulf Sommer, Alexander Kovalenko und Sönke Niefünd.

Musterdepots

Erleichterung an Europas Börsen

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man mit Timing und Strategie den Markt schlagen kann. Stratege Ulf Sommer beschäftigt sich mit Aussichten für die Euro-Zone nach der Wahl Macrons.

Ulf Sommer, Handelsblatt

Die politischen Aussichten für die Euro-Zone hellen sich auf. Nachdem in den Niederlanden schon im März der Rechtspopulist Geert Wilders scheiterte, hat jetzt auch in Frankreich Marine Le Pen den Einzug in den Elysée Palast nicht geschafft. Damit ist auch in Frankreich ein Austritt aus der EU vom Tisch. Einen solchen hatten die Märkte zwar vorab auch nicht befürchtet, aber dennoch: Die Gewissheit, dass Frankreich mit einem künftigen Präsidenten Emmanuel Macron weiter zur Europäischen Union und zum Euro steht, dürfte Europas Börsen in den nächsten Monaten weiter Auftrieb geben.

Ulf Sommer

Der Redakteur

Mit den Finanzmärkten, der Geldanlage und branchenübergreifenden Unternehmensthemen wie Dividenden, Aktienrückkäufe und vor allem Bilanzkennzahlen beschäftigt sich der promovierte Historiker beim Handelsblatt seit über 15 Jahren.

Die Strategie

Das Kapital wird kurzfristig nicht gebraucht. Es dient vielmehr der Altersvorsorge, dem späteren Studium der Kinder oder dem Kauf eines Hauses im Rentenalter. Deshalb steht nicht der kurzfristige Werterhalt um jeden Preis, sondern die langfristige Mehrung des Kapitals im Fokus. Verlustzeiten sind schmerzhaft, können aber ausgesessen werden. Zur Auswahl stehen Einzelaktien, Aktien-Indizes in Form von Zertifikaten, Gold, große Währungen wie Euro, Dollar und Yen sowie Hebel-Zertifikate. Mit ihnen eröffnet sich die Möglichkeit, auf stark steigende oder fallende Märkte zu spekulieren. Anleihen scheiden bis auf weiteres auf Grund aus, weil die Zinsen und Renditen zu unattraktiv sind.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Ulf Sommer hat allerdings zum 6. März 2017 das Depot von Handelsblatt-Redakteur Georgios Kokologiannis übernommen. Den Kommentatoren steht es frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen

Unsere Anlagestrategie beinhaltet, dass die Investitionsquote über ein Wertsicherungsmodell gesteuert wird und die Auswahl der Einzeltitel aufgrund strikter fundamentaler Kriterien erfolgt. Dies hat den Vorteil, dass wir keine explizite Meinung zum kurzfristigen Börsengeschehen brauchen. Wir wissen, dass Aktien langfristig eine überragende Anlageklasse darstellen und dass unterbewertete Titel mit einem vernünftigen Geschäftsmodell langfristig den breiten Markt schlagen. Und wir wissen, wie man effektive Bewertungsmodelle entwickelt. Dies bildet eine robuste Grundlage für unseren Anlageprozess.

Alexander Kovalenko

Der Anleger

Alexander Kovalenko arbeitet für Bayerische Vermögen. „Wir machen normalerweise keine Prognosen, weil es aus unserer Sicht eher wenig Sinn macht“, sagt er. „Wir können nur sagen, dass die Aktien für uns aktuell eine stark bevorzugte Anlageklasse darstellen, und hier vor allem die (süd)europäischen Aktien, die noch deutlich unter ihrem Fair-Wert gehandelt werden. Dazu kommt eine Dividendenrendite von durchschnittlich etwa drei Prozent. Bei Aktien sehen wir also trotz eventuellen und sogar eher wahrscheinlichen Korrekturen ein sehr attraktives Chance/Risiko-Profil!“

Die Strategie

Das Social-Trading-Depot versteht sich als Kombination eines langfristig orientierten Kernportfolios und der innovativen Anlageform des Social Trading. Einen Anteil von 60 bis 70 Prozent bildet ein Aktienportfolio, das einen Value-Ansatz verfolgt: Es wird in zehn bis 15 stark unterbewertete Einzeltitel aus dem breiten europäischen Aktienmarkt investiert, wobei die Selektion der Einzeltitel mittels Analyse der Fundamentalkriterien beziehungsweise der Bilanzdaten erfolgt. Der Social-Trading-Anteil beträgt zwischen 30 und 40 Prozent und wird in wikifolio-Indexzertifikate investiert: Diese bilden unterschiedliche Strategien von Top-Tradern auf wikifolio.com ab. Das Social-Trading-Depot soll in der Regel voll investiert sein. Der Anlagehorizont ist mittel- bis langfristig ausgerichtet und sieht nur selten Umschichtungen vor. Betreut wird das Social-Trading-Depot von Bayerische Vermögen AG.

Die Regeln

Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn werden maximal drei Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, in welchen Abständen sie gemäß ihrer Anlegerperspektive konservativ, chancenorientiert oder spekulativ in Wertpapiere investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,5 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern. Ein Redakteur kann an einigen Tagen eine Kommentarpause einlegen - das Portfolio kann sich dennoch ändern.

Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank

An der Mehrzahl der ostasiatischen Börsen herrschte am Montag Erleichterung über den Präsidentschaftswahlsieg von Emmanuel Macron. Jedoch nehmen Anleger an den europäischen Börsen Kursgewinne mit. Die zuletzt auf neue Rekordmarken gestiegenen Aktienindizes geben leicht nach, die jüngst unter Druck geratenen Rentenmärkte erholen sich etwas, und der zum Dollar noch auf ein Sechsmonatshoch gestiegene Euro wird wieder verkauft. Weitere Impulse aus den USA sind rar. Es stehen weder Konjunkturdaten noch Unternehmenszahlen an. Wir bleiben weiterhin investiert.

Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Kommentare (2)

Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.  Selber kommentieren? Hier zur klassischen Webseite wechseln.

Herr Chris Woodley

08.05.2017, 18:27 Uhr

Frage mich immer wieder, was die drei von der Tankstelle für ein Kraut rauchen.

Frau Edelgard Kah

09.05.2017, 11:43 Uhr

Sehr geehrter Herr Kovalenko,

warum stellen Sie Ihr geheimnisvolles Wertsicherungsmodell nicht einmal vor? In Ihrem obigen Diskussionsbeitrag behaupten Sie ja, das Modell würde die Investitionsquote steuern. Mir scheint, dass diese Beschreibung zumindest sehr mißverständlich ist.

Ist es nicht so, dass Ihr Wertsicherungsmodell ähnlich wie ein Stopp-Loss funktioniert und bei Überschreiten einer Verlustschwelle alle Aktien verkauft werden? Das würde bedeuten, dass ich stets unnd ausschließlich nach dicken Verlusten verkaufe. Das ist nicht so ganz mein Ziel. Eigentlich will ich meine Aktien nicht crashgeschwächt, sondern zu Höhchstkursen verkaufen.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×